Harmony of the Seas Jungfernfahrt im Mai 2016


Tag 1 Sonntag 29.05.2016 London-Southampton/England

 

Anreise über München (20º) mit Flugziel London/Heathrow (11º), alles planmäßig, viel Platz, die Maschine war nur etwa halbvoll. Nach Zoll und Kofferabholung warteten schon Mitarbeiter von Intercruises,  im Auftrag von RCL, die uns in Empfang nahmen, uns einteilten und mit einem Button versahen. Eine halbe Stunde später kam der Transferbus, die Koffer wurden extra in einen LKW geladen, war so für uns auch neu. Um vorwegzunehmen, es klappte aber ganz gut. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem anderen Terminal, fuhren wir über die Autobahn nach Southampton, so der Plan. Die rege Ausflugstätigkeit der Briten (Vatertag?) machte uns einen Strich durch die Rechnung, und es ging nur noch zähflüssig weiter. Bis uns der Chauffeur erklärte, hier komme ein Stau,  und wir verliessen die Autobahn. So sahen wir noch etwas mehr vom Königreich und seinen Bewohnern. Kamen durch Orte wie Winchester, wo die teuersten Grundstückspreise auf der Insel zu finden sind. Nach knapp 2h Fahrt, vorhergesagt waren ca. eindreiviertel Stunden je nach Verkehr, erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein Southampton, wo uns die Harmony of the Seas schon erwartete. Leider aber nicht nur uns, sondern auch noch einige tausend Menschen mehr. Bei dem Anblick machte sich so eine Art Déjà-vu Gedanke breit, "nicht wieder 2h warten...". Aber kaum raus aus dem Bus, hinein in das Getümmel, wo aber schnell seine Ordnung fand. Dank zuhause vorgearbeiteten Online CheckIn inklusive Foto, ging es diesmal wieder wie von RCL gewohnt schnell, die Ausweise wurden eingescannt, Gesundheitsfragen beantwortet und schon bekamen wir einen grünen Stempel auf unseren SetSailPass, und schon weiter in die nächste Halle, wieder viele wartende, aber auch hier wieder vorbeigewunken zu den nächsten Kontrollen des Handgepäcks. Die fast traumatische Erinnerung an Rotterdam mit der Oasis of the Seas, war wie verflogen, denn schon umkurvten wir gekonnt die Fotografen, die das scheinbar letzte Hindernis zum Weg auf das Schiff darstellten. Aber die Desinfektionsstation bremste uns nur kurz, Gangway hoch, immer noch keine Bordkarte in der Hand, wurde der SetSailPass ein letztes Mal eingelesen, und wir waren drin. In weniger als 20min sind wir vom Bus bis zur Kabine, Rekordverdächtig. Nur kurz zur Erinnerung, wir sind ganz normale Passagiere, nicht mit Diamond oder mehr Status auch keine Suitenbucher, die wo beim Einchecken bevorzugt werden, aber hier waren sehr viele fleissige und richtungsweisende Hände vor Ort, die alles in die richtigen Bahnen lenkten.

Auf der Kabine, bzw. kurz davor, denn unsere gute Seele war noch nicht ganz fertig, mit all den Annehmlichkeiten, die uns die Reederei zuteil kommen liess. So warteten wir geduldig die paar Minuten ab. Ohne aus dem Fenster zu schauen, hätte ich es für eine Kabine auf der Quantum of the Seas gehalten. Design und Farbgestaltung sind hier frappierend ähnlich, kleinere Unterschiede sind aber doch vorhanden. Für das Auslaufen hat sich RCCL einen besonderen Gag einfallen lassen, jeder bekam eine Kappe,  ein Fähnchen und ein Lanyard (Schlüsselband) mit der bitte sich würdevoll von Southampton zu verabschieden und zu winken. Als Notfallmassnahme schlenderten wir gleich ins Park Café, das von unserer Kabine aus gut zu sehen war. Ein Kümmelweck und ein Salat,  sowie selbstgemachte Mangolimonade belebten uns wieder. Der Nachmittagskaffee im Café Promenade eingenommen, es ist, als ob man nie fort war. Die anschliessende Seenotrettungsübung, unserer Treffpunkt die Bionic-Bar, bot nicht viel Sitzplätze, darum erschienen wir zeitig und sicherten uns zwei davon. Auch diese Prozedur ging vorbei, und wir machten uns für das Auslaufen bereit. Am Heck des Schiffes, gleich neben Abyss, war es zugfrei und sehr warm. Zum angekündigten Zeitpunkt jedoch rührte sich noch nichts, etwas später allerdings ca.18 Uhr setzten wir uns in Bewegung. die Menschenmenge an Land beim Mayflower Park war beträchtlich. Als wir nach einer Drehung im Hafen daran vorbeifuhren taten wir unsere Pflicht und winkten was das Zeug hielt. An Land taten sie das gleiche. Time to Say Goodbye erklang aus den Lautsprechern, dabei war es dem ein oder anderen doch sehr wehmütig ums Herz.

 

Abyss by Night

 

Tag 2 Montag 30.05.2016 Seetag

 

Die erste Nacht war früh zu Ende,  um etwa 5 Uhr wurde der Pool neu befüllt, dies rauschte alles an uns vorbei. Eine halbe Stunde später war der Spuk wieder zu Ende und so konnten wir weiter schlafen. Zum Frühstück im Windjammer fand sich auch die eine oder andere Scheibe Lachs wieder, was in ausgezeichneter Qualität wohl gemundet hat. Auch hier hat man diese Handwaschschleusen eingebaut und der Ein- und Ausgang wurden getrennt. Heute bei 14º und etwas Wind, ist es an Deck nur in bestimmten Bereichen angenehm warm. Zuerst steht aber noch das von CC veranstaltete Meet & Mingle an. Sogar der Captain teilte uns ein paar Worte mit, bevor die Verlosung startete. Michele, schon bekannt von der Oasis TA machte dies in seinem ganz speziellen Witz und Charme. Diesmal habe ich sogar eine Flasche Wein gewonnen. Danach noch ein kurzer Bummel übers Promenade Deck und den Boardwalk, bevor es in den angrenzenden RCL-Shop ging, das Bordguthaben ist mittlerweile gut geschrieben. Zu Mittag nur kurz beim Dog House abgebogen, um einen Hot Dog German Style zu testen, das Brötchen war super, aber die Wurst schmeckte uns zu fade. Der Nachmittagskaffee wieder im Café Promenade eingenommen, aber viel Zeit hatten wir nicht, denn wir mussten unsere Gewohnheit umstellen und etwas früher zum Abendessen, denn es war Formal Night und im Royal Theater das Musical Grease angesagt. Pünktlich um 19:15 standen wir auf der Matte. Einlass war kurz nach halb acht, da war schon eine mittelgroße Schlange hinter uns. Zur Kontrolle wird die Bordkarte eingelesen, denn wer nicht vorab reserviert hat, musste noch auf den Einlass warten. Platz ausgesucht und von mir aus könnte es losgehen. Bis aber der Rest der Meute seinen Platz hatte und auch noch was zu trinken bestellte,  dauerte es noch ein Weilchen. Kurz nach acht ging es dann los. Ich bin ja nicht der Musicalfan, fand es aber trotzdem ganz nett und fetzige Musik. Die Akteure vollbrachten eine große Leistung,  und das Publikum war begeistert und brachte Standing Ovations. Einziger Wermutstropfen war vielleicht, das es im Royal Theater eiskalt war. Hier muss die Klimaanlage noch nachjustiert werden.

 

Tag 3 Dienstag 31.05.2016 Seetag

 

Die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt, jetzt haben wir wieder unsere Zeit, nur dem Bord TV hat das offensichtlich niemand mitgeteilt. Gut das wir uns nicht darauf verlassen, und haben unsere eigene Uhr dabei. Vielleicht war es deshalb beim Frühstück verdächtig ruhig, aber so konnte man sich in Ruhe durch die ganzen Köstlichkeiten schlängeln und mit dem ein oder anderen Angestellten ein Schwätzchen halten, was sonst im morgendlichen Trubel nicht möglich wäre. Das verlängerte Frühstück zog sich dann doch etwas hin, da wir gleichgesinnte aus der Heimat trafen, was aber auch hier nicht schwer ist, denn es sind viele deutschsprachige an Bord. So war es schon nach halb 11, als wir den Guest Service bemühen mussten, denn die Bordkarte meiner besseren Hälfte funktionierte nicht mehr. So gab es problemlos eine neue, und gratis dazu ein paar Infos über den Crown & Anchor Rabatt. Hier gibt es, je nach Status diverse Vergünstigungen und Nachlässe,  angefangen von Getränken über Shoppingmöglichkeiten und Casinospecials bis zu Internetnachlässen. Wer die von diversen Reedereien angebotenen Clubmitgliedschaften kennt, wird hier schnell einen Riesenvorteil erkennen, hier verfallen die bereits gereisten Seetage nicht! Somit kommt man in immer mehr Genuss dieser Annehmlichkeiten.

Anschließend besuchten wir dank des schönen Wetters und der steigenden Außentemperatur das Aqua Theater, hier sind noch vereinzelt kleine Baustellen zu erkennen, aber Abends soll dort die erste (Neue) Aqua Show The Fine Line stattfinden, diese haben wir erst später gebucht. Der ein oder andere geneigte Leser wird vielleicht vermuten, dass durch die Begriffe wie reserviert und gebucht dies alles extra bezahlt werden muss, dem ist nicht so, diese Veranstaltungen kosten alle nichts extra, nur man muss sich vorher dafür eintragen, entweder zuhause schon, oder auch noch an Bord, dann ist einem ein Platz sicher. Kommt man dennoch nicht zu der Veranstaltung, so wird der Platz weitervergeben, an die wartenden, die keine Reservierung mehr bekommen haben. Kosten entstehen allerdings auch hier nicht.

Abends  sind wir in die Headliner Showtime ins Royal Theater, da traten die Tenors of Rock auf. War ganz nett, und mit ein paar Lichtblitzeinlagen hätte es uns besser gefallen.  


 

Tag 4 Mittwoch 01.06.2016 Vigo/Spanien


 

In Vigo

Erster Stop in Vigo. Halbtagesausflug nach Valenca do Minho, Treffpunkt im Studio B, dann zeitiges abfahren zum Park im Castelo do Castro, mit Aussicht über ganz Vigo. Nur das Schiff bringt man nicht drauf, da ein Hochhaus davor steht. Nach Zwischenstopp an einer Tankstelle, zwecks Pinkelpause, …sind gerade mal 45 min unterwegs..., weiter zur Grenze nach Portugal, in das Städtchen Valenca do Minho, mit der bekannten Eiffelbridge, die auch der Erbauer des Eiffelturms erbaut hat, und seiner großen Fortanlage Fortaleza, wo innendrin viele kleine Läden und Cafés versteckt sind. Mittags wieder zurück und in Vigo am Hafen rumgestreunert, für ein gutes Fotomotiv. Abends wieder in die Headliner Showtime,  diesmal zu Donovan & Rebecca, wo akrobatische Kunst gepaart mit Gesang uns kurzweilig unterhielten. Endlich bot sich nach dem Abendessen die Gelegenheit einen Sonnenuntergang zu fotografieren, nebenbei auch noch einige Delfine,  die durch unser Kielwasser pflügten. Der Tag war noch nicht zu Ende, so machten wir noch einen Abstecher in die Boleros Bar, auf einen Cocktail, der mit über 11 $ schon nahe an der Schmerzgrenze war. Die Liveband war die gleiche, die uns Tags davor mit ihren karibischen Klängen verwöhnte.

 

Tag 5 Donnerstag 02.06.2016 Seetag

 

Abyss

Wieder ein Seetag, und wieder ein Tag mit nur 24h, hier wird die Zeit verdammt knapp und vergeht wie im Flug. Ausgiebiges  Frühstück im Windjammer mit Fleisch und Fisch,  so fängt der Tag gut an. Doch der erste Termin steht schon fest, um 10:15 im Aqua Theater wurden wir gebeten als Crown & Anchor Clubmitglieder zu erscheinen. Gleich eine freundliche Begrüßung und ein Glas Sekt in der Hand, wir knüpften fast nahtlos an den Vortag an. Es wurden alle Platinum, Emerald, Diamond, Diamond Plus und Pinnacle Club Mitglieder begrüßt, wobei Platinum fast die Hälfte der Passagiere ausmachen. Dann ein Special Event, wo einer auf der Slackline über unseren Köpfen balancierte. Als besondere Mitglieder wurden natürlich die vom Pinnacle Club namentlich begrüßt, es waren dies 30 meist ältere Herrschaften an der Zahl. Für Pinnacle Club muss man mindestens 700 Nächte auf See verbracht haben. Einer, der jetzt in den Genuss des Clubs kommt wurde geehrt, und die drei mit den meisten Übernachtungen,  wobei die Dame mit den meisten, 2188 an Zahl eine kleine Fahne bekam. Nach diesem erheiternden Teil, wartete wieder Ernsthaftigkeit, Bingo war angesagt und das Royal Theater war übervoll,  als die Zahlen gezogen wurden,  als Preis gab es immerhin eine Kreuzfahrt für 2 Personen. Leider war ich nicht der glückliche Gewinner. ..

Für einen Cocktail in die Schooner Bar, als aber die 90er Jahre Neonparty anfing, und eine vernünftige Unterhaltung unterband, machten wir den Abflug.

 

Tag 6 Freitag 03.06.2016 Málaga/Spanien

 

Málaga

Wieder frühes Aufstehen und Frühstück im Windjammer. Dort konnten wir noch ein Frühstück mit sehr inhaltsreichem Lachs, in dem ich eine Gräte fand, genießen. Auch so war diesmal der Fisch geschmacklich nicht der Burner. Frisch war er aber schon. Genauer kann das natürlich nur ein professioneller Lachskenner beurteilen. Dafür fehlt mir die Kenntnis. Als erster Tagesordnungspunkt stand ein Halbtagesausflug nach Málaga, wir kamen wieder in den ersten Bus, der erste Berufsverkehr war vorbei, so geht es flott an der Uni und an anderen Sehenswürdigkeiten entlang bis zur Auffahrt zum Castillo de Gibralfaro. Dieser tolle Aussichtspunkt schaffte uns einen kleinen Überblick über diese große Stadt. Auch konnte man von hier sehr gut den Hafen mit unserem Schiff und die Stierkampfarena ablichten. Wieder runter und zurück zur Altstadt, wo uns der Bus absetzte. Vorbei an Picassos Geburtshaus zum Picasso Museum. Nach einer kurzen Rast ging es weiter zur Kathedrale Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación, mit ihren prächtigen Innenraum, wo uns die wichtigsten sakralen Gegenstände und Bedeutungen erklärt wurden. Wieder draussen auf dem Plaza de la Constitución. hatten wir noch etwas Freizeit, bevor der Rückmarsch zum Bus anstand. Auch diesen bewältigten wir mit Bravour, alle da und der Bus war pünktlich. Hat trotz der Hitze alles gepasst.

Das Park Café ist für eine Rückkehr aus der hitzigen Stadt genau der richtige Ort um wieder auf normale Betriebstemperatur zu kommen. Hier gibt's kühle Getränke, einen kleinen Happen zum Essen, jetzt viele Paninis und Toasts, nicht zu vergessen, das schon fast legendäre Kümmelweck.

Für heute Abend haben wir uns das Izumi ausgesucht, um Sushi in bester Qualität zu dinieren. Wir wurden nicht enttäuscht, nur die Gestaltung des Restaurants könnte ein bisschen in helleren Farben sein.

Zum weiteren Abendprogramm gehörte ein Besuch im Aqua Theater wo wir „The Fine Line“ gebucht hatten. Anfangs habe ich gedacht, dass diese Show ein langweiliger Akt wird, aber die Spannung wurde, auch durch die Musik, hochgepuscht, dass bei so manchem Highlight der Atem stockte. Allgemein sind diese Shows Previewvorstellungen, es wird also immer noch gefeilt und verbessert an den Abläufen.

 

Tag 7 Samstag 04.06.2016 Seetag

 

Letzter Tag an Bord, etwas wehmütig gehen wir zum letzten richtigen Frühstück, morgen gibt es ja nur die verkürzte Ausführung, aber in freudiger Erwartung, denn gestern ist eine Einladung des Küchenchefs in unsere Kabine geflattert, für einen Küchenrundgang. Am Eingang zum Restaurant Grande wurden wir ernüchtert, es waren alle deutschsprachigen Gäste, immerhin 450 an der Zahl, mit dabei. Zumindest die, die Lust dazu hatten. Darum wurde in mehreren Gruppen durch die Galley geführt, viel erklärt und am Ende gab es noch ein Glas Sekt sowie kleine Pralines und Macarons. War ein netter Zeitvertreib, aber auf dieser Tour gab es sowieso Geschenke ohne Ende.

Als letztes kam Heute Abend eine Erinnerungsmedaille über diese Fahrt, der "Maiden Voyage". Alles zusammen war schon fast ein kleiner Koffer voll, so hatten wir Bedenken, darum packten wir am Nachmittag schon einen Teil ein. Denn es stand am frühen Abend noch die Abschiedsparty auf der Royal Promenade an, wo das Orchester der Harmony of the Seas aufspielte. Daneben stand die Torte, etwa 2 qm groß, wo auch noch schön dekoriert war. Jeder wollte das gute Stück natürlich ablichten, so entstand ein mittleres Gedränge. Dies verdichtete sich natürlich, als der Captain und seine Offiziere auf der Rising Tide Bar auftauchten. Von da an war auf der Royal Promenade kein Durchkommen, rundherum an den Brüstungen des Foto Shops und der Schooner Bar drängten sich die Menschen. Es wurden nochmals alle kurz vorgestellt und der Captain bedankte sich bei den Passagieren. Dann der Countdown, und zeitgleich mit dem Anschnitt der Torte, zog man an einer Leine, die ein Netz voller Luftballons freigab, das fast über die halbe Promenade ging. Sie flogen raus und die Leute zerplatzten diese sofort, dies hörte sich an wie ein Feuerwerk oder Kanonenschläge. Es herrschte eine Riesenstimmung, und jeder wollte ein Stück dieser Mega-Torte haben. Wir nicht, und schlichen uns daran vorbei, um unser letztes Abendessen im Windjammer einzunehmen.

Eine kurze Runde übers Deck, dann stand uns der schwerste Akt dieser Reise bevor. Wie schon erwähnt, haben wir viel bekommen, hier eine kleine Auflistung, übernehme aber keine Garantie über die Vollständigkeit. Angefangen mit den Mützen, den Fähnchen und den Lanyard´s zum Auslaufen, weiter über einen Rucksack, eine Sonderedition Heineken-Bier (haben wir getrunken, um Platz zu sparen), Kaffee-to-Go Becher und ein Album mit Bildern und einem Zertifikat über die Teilnahme an der Jungfernfahrt. Pralines hat es zwischendurch mal gegeben, die müssen aber auch nicht in den Koffer...

Einige T-Shirts aus dem Bordshop erhöhten das Koffergewicht ebenfalls. Mit 17kg und 14kg sind wir angereist, zurück geht’s mit 20kg und 17kg laut mitgenommener Kofferwaage. Wenn auch knapp, alles ging rein, Koffer gelabelt und vor die Tür - geschafft!

 

Tag 8 Sonntag 05.06.2016 Barcelona/Spanien Heimreise

 

Zeitiges Aufstehen und Frühstück im Windjammer, dieser maritim angehauchte Speisenraum, sogar mit Auszügen einer Schiffskarte auf dem Teppich, ist uns einfach gelegen. Und an der zunehmenden Anzahl der Personen, die sich hier einfanden, ist auch zu erkennen, dass es nicht nur uns gefällt.

Um 8.45 sollte Sammelpunkt im Royal Theater sein, obwohl wir früher dran waren, wurde unsere Nummer schon zum Ausgang auf Deck 5 angezeigt. Das Auschecken  ging sehr flott, nur kurze Einreisekontrolle und das zugeteilte Kofferband gesucht. Die Koffer standen schon neben dem Band, gleich geschnappt, und raus zu den Bussen.

Mit dem Voucher unseres vorab gebuchten Transfers in der Hand, wurden wir sofort aufgefordert das Gepäck wieder abzugeben, dies wurde, wie in Southampton, mit einem extra Lkw zum Flughafen Barcelona transportiert. Dann gleich in den zugewiesenen, schon fast vollen Bus eingestiegen. Wenig später, noch die letzte Info, der Bus fährt jetzt ab, der bringt uns zum Flughafen, nach etwa einer halben Stunde Fahrt. Los geht's.

Am Airport El Prat von Barcelona angekommen, sprang gleich ein Mitarbeiter von Intercruises rein, gab noch den Hinweis, wer auf Terminal 2 muss, sollte sitzenbleiben, und unser Gepäck stünde draussen. Aus dem Bus raus, Koffer geschnappt und rein in die Halle des Terminal 1. Auch bei Vueling ging es ziemlich schnell, bis wir unsere Tickets hatten, etwas länger dann bei der Sicherheitskontrolle, aber dann haben wir warten müssen. Aus der für 13 Uhr angekündigten Boardingzeit wurde nichts, kurz vor halb ging es dann doch noch los, vielmehr rein in den Bus. Raus zum Flieger, direkt vor der Gangway gestoppt, aber die Türen wurden nicht geöffnet, mir war gleich klar, der Tankschlauch hing noch dran, also dürfen wir noch nicht hinauf.

Zwischenzeitlich wurden, um wenigstens etwas Luft zu bekommen, die Türen vom Bus geöffnet, aber keiner durfte raus. Erst nach geraumer Zeit wurde der Tankrüssel abgezogen, wir durften hoch – aber nein – noch nicht in die Maschine! Auf den beiden Gangways schmorten wir nochmal ca. eine Viertelstunde, bis endlich wir die Maschine betreten durften.

Den zugeteilten Platz kann man als mittelalterlich bezeichnen, so wenig Beinfreiheit, nämlich Null Komma Nix hatte ich noch nie.

Und die Tragödie nahm weiter seinen Lauf, immer wieder wurden wir auf 10 Minuten später vertröstet, aber es rührte sich einfach nichts. Mit eineinhalb Stunden Verspätung sind wir dann endlich losgestartet, also kurz bevor sonst eine Entschädigung für Flugverspätung fällig geworden wäre. In der ganzen Zeit haben wir weder was zu trinken noch zu essen bekommen, während des Fluges konnte man sich dieses für teures Geld selbst kaufen. Mit dieser Airline fliege ich nie wieder.

So hat eine tolle Woche nun doch noch einen kleinen faden Beigeschmack erhalten.

 

Fazit:

Wer schon mehrere Kreuzfahrten auf dem Buckel hat sollte sich mal eine Jungfernfahrt gönnen, hier ist zwar noch nicht alles 100% perfekt, aber dennoch ist man danach um eine positive Erfahrung reicher. Für Einsteiger ist es nur bedingt zu empfehlen, viele erwarten einfach zu viel, es läuft eben noch nicht alles rund.

Von negativen Einflüssen wie nassen Kabinen oder ähnlichem wurden wir weitestgehend verschont, und die Baustellengeräusche waren aufs minimalste reduziert und keinesfalls störend, bis auf die Pool Befüllung  in der ersten Nacht. 

Sehr grosse Abschiedstorte

 

Geniessen konnten wir leider nur einen Teil dieser Reise, denn als bei uns zuhause Weltuntergangsstimmung herrschte, und ein Jahrtausendhochwasser sich durch unsere Heimatstadt wälzte, war auch unsere Stimmung etwas getrübt und die Sorge um das Wohl seiner Mitmenschen wurde grösser.

 

 

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Copyright Walter Geiring PNP

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