Transatlantik-Kreuzfahrt mit der Quantum of the Seas  

von 02.05.2015 - 13.05.2015

und  

Vorübernachtungen in New York von 30.04.2015 – 02.05.2015

 

  • 30.04.2015 Flug nach New York

Anreise nach MUC und Direktflug nach New York/Newark. Keine Zwischenfälle außer einigen rücksichtslosen Passagieren, die anscheinend gerne gehabt hätten, dass man sie am Kopf kratzt, soweit haben sie sich zurückgelehnt. Wir haben keinen Streit angefangen, wer weiß, es hätte vielleicht eine millionenschwere Klage nach sich gezogen…

...und das im Flieger nach Ausfall einiger Bildschirme, und mehrmaligen zurücksetzens des Entertainmentprogrammes, bei keinem mehr was lief, da sind 9 Stunden dann lang. Das Personal war auch nicht gerade begeistert und mit richtiger Freude bei der Arbeit, denn als die US-Zollerklärungsformulare (CBP Form 6059B 04/14) ausgeteilt wurden, waren diese nur in Englisch verfügbar, auf Nachfrage, nur die barsche Antwort „…die gibt es nicht mehr in Deutsch…“, ich habe dies im Flieger schon nicht geglaubt, habe deswegen recherchiert, es gibt diese Formulare sehr wohl noch in Deutsch, wer sie bei LH nicht bekommt, der sollte sich zuhause eins ausdrucken, damit man weiß, was man alles reinschreibt, nicht das es zu Komplikationen kommt, nur weil man etwas falsch beantwortet hat, wenn man des englischen nicht so mächtig ist. Aber sonst war alles OK. Planmäßige Landung, bei schönem Wetter und 10° um 18:25, Immigration verlief problemlos, Koffer schnell auf dem Band, alle i.O. und unversehrt. Weiter zur nächsten Kontrolle, diesmal der Zoll, auch alles schnell und unkompliziert, dank unseres richtig ausgefüllten Zollformulars.

Jetzt zum Schalter von New York Supershuttle, dort den mitgebrachten Voucher vorgezeigt, die Hoteladresse genannt, uns wurde eine Nummer zugeteilt, und ein Warteplatz gezeigt. Der Fahrer des Supershuttle kam innerhalb 20 min, dann fuhren wir zu sechst los, unterwegs sammelten wir an anderen Terminals noch 3 weitere Mitreisende auf, dann ging es Richtung Manhattan, an der beleuchteten Freiheitsstatue vorbei zu den verschiedenen Hotels, die der Fahrer anfuhr.

Wir waren die letzten, so hatten wir noch eine kleine Stadtrundfahrt mit dabei, auf die wir nach 9stündigem Flug aber auch gerne verzichtet hätten. So kamen wir erst nach 20:00 beim Hotel an. CheckIn mittels Hotelvoucher war auch keine Hürde mehr für uns, so waren wir ca.10 min später auf dem Zimmer.

Dies war im 8.Stock, mit Blick auf den Broadway, gut ausgestattet, Klimaanlage, ein Safe, 2 große Queen Size Betten und eine Kapsel-Kaffeemaschine gehörte ebenso zur Ausstattung, wie ein relativ neu gefliestes Bad und allerlei Kosmetika.

Nur kurz noch ums Eck in den Supermarkt, um etwas Wasser, obwohl 2 kleine Flaschen jeden Tag auf das Zimmer gebracht werden, und etwas kleines zum Frühstück gekauft, wieder zurück und ab ins Bett, um den Jetlag so gering wie möglich zu halten.

 

  • 01.05.2015 New York

Shopping, Shopping, Shopping, überall wurden so reizvolle Prozente und Preisnachlässe angeboten, so dass man fast nicht Nein sagen kann. In Gedanken aber immer bei unseren Koffern, die dies neu erworbene Gut aufnehmen sollen, und das Gewicht, das diese, am Ende der Kreuzfahrt haben dürfen, für den Heimflug. So musste manches Mal ein schweres "No Thank You...!" über unsere Lippen kommen.

 

  • 02.05.2015 Transfer und Abfahrt aus New York

Auschecken von unserem Hotel, wiederum problemlos. Mit Taxi (den weltbekannten Yellow Cabs) zum Hotel unserer Bekannten gefahren, und dort im Foyer auf die Shuttle-Limousine gewartet. Der Fahrer meldete sich kurz vor der vereinbarten Zeit, dass es wegen dem Verkehr etwas später würde. 11:10 war dieser aber dann da, und es ging los, raus aus New York, nach New Jersey zum Kreuzfahrthafen Cape Liberty, was aber auch hier, aufgrund des zunehmenden Verkehrs etwas länger dauerte. Da wir aber zeitlich gut dran waren, nahmen das alle sehr gelassen. 12:20, am Schiff angekommen, Gepäck den Stewards übergeben, dieser händigte dafür 3 Aufkleber mit Strichcode aus, womit man das Gepäck online verfolgen könnte.

In der CheckIn-Halle sind die Scouts mit ihren Tablets stark vertreten, nach kurzer Wartezeit kamen wir dran. Mittels Reisepass und den zuhause bereits durchgeführten Online-CheckIn, der uns den SetSailPass ermöglichte, den wir in ausgedruckter Form mit dabei hatten, konnten wir dieses Prozedere erheblich abkürzen. Trotzdem sind die mittlerweile üblichen Gesundheitsfragen und das einlesen der Kreditkarte nötig gewesen. Stempel auf den SetSailPass und weiter geht’s zur Sicherheitskontrolle, wo das Handgepäck durchleuchtet wurde. Ein weiteres einlesen des SetSailPasses und man war durch. Das ganze dauerte vom Koffer abgeben bis zum Betreten des Schiffes nur etwa 30min.

Zur Kabine war der Weg nicht weit, mussten aber noch kurz vor dem Kabinengang warten, da um 13:00 diese erst freigegeben wurden. Da wir weder Bordkarte noch einen sonstigen Zimmerschlüssel bekommen haben, waren wir gespannt, wie dies dann funktionieren sollte. Ganz einfach, in einer verschlossenen Hülle steckte eine Bordkarte, mit dieser öffneten wir die Kabine. In dieser befand sich die zweite Bordkarte und zwei Uhrenähnliche Armbänder, die sogenannten WOWbands, die einen RFID-Chip in sich haben, mit dem man die gleichen Funktionen wie eine Bordkarte hat, na ja fast, zur Rettungsübung braucht man die Bordkarte.

Die Kabine ist sehr geräumig und gut geschnitten, ausgestattet mit großem Doppelbett, einer Bettcouch, einem kleinenSchreibtisch, ein Sideboard, das den Kühlschrank enthält, der Schrank ist geteilt, ein Teil für die Hängesachen, ein zweiter mit mehreren Unterteilungen inklusive kleinem Safe. Ein mindestens 40" grosser Flachbildschirm, wenn nicht grösser, und mehrere Lampen, sowie auch 2 USB-Steckdosen und einer deutschen 220V Steckdose runden das ganze ab. Über dem Bett und der Couch sind zwei Hängeschränke, in der sich noch extra Kissen und Decken befinden. Das Bad ist im üblichen Format gehalten, der Balkon ist auf dieser Kabine etwas grösser, da sie am Übergang zum Vorbau ist, dieser hält den Wind etwas ab. (Wurde extra so von uns ausgesucht).  

Nur noch schnell geguckt, wann die Sicherheitsübung ist, und wo wir hin müssen. Diese Musterstation steht auf der Bordkarte, und auf dem Armband. Da mir dieses nicht passte, musste ich sowieso bei der Bordkarte bleiben.

Da unsere Koffer noch nicht da waren, machten wir uns auf dem Weg um etwas den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, und etwas zu essen. Im Windjammer hofften wir auf Linderung. Aber zuerst durch die Hände-wasch-Schleuse, auch für uns neu, dann an den Tisch. Hier ist die Auswahl groß, wenn auch nicht ganz so groß wie auf der Oasis of the Seas, dafür ist jede Station doppelt und eine kleine Bäckerei mit dabei. Vom Platzangebot her ist diese Restauration enorm, sogar nach draußen kann man, wer es wünscht.

Zurück auf der Kabine, Koffer noch nicht da, machten wir uns startklar für die Seenotrettungsübung, und gingen schon mal zu unserer Musterstation D4, in Jamie's Italian Restaurant, und bekamen auch noch einen Sitzplatz. Das ganze dauerte etwas, bis alle da waren, auch nach dem Notsignal, dann hielt der Captain seine Ansprache und es wurde der Sicherheitsfilm gezeigt, da ja nicht alle Blick auf den Monitor hatten, führte das Anlegen der Rettungsweste ein Mitglied der Crew vor, vielmehr Sie tanzte es vor, wofür es danach im Anschluss Beifall gab. Dieses fehlen der Ernsthaftigkeit solch einer Übung seitens der Crew ist nicht zu tolerieren, das manche Passagiere dies als lästiges Übel betrachten, ist schon schlimm genug, wenn dies die Crew eines Schiffes auch noch fördert, dann kann man dies auch bleiben lassen, und stattdessen durch eine Animation von Nintendo Wii ersetzen...

Nach der Auflösung, sind wir zum Information Desk um uns die WiFi-Preise mal anzusehen. Für die ganze Reise bis Barcelona kostet es 220 $, für 4 Tage 99,95 $, und für 24h 29,95 $ laut Auskunft. Nicht gerade günstig, bei der Anmeldung zum WiFi tauchte dann auch noch ein Preis von 160 $ für die ganze Reise auf, für ein Gerät, mit dem Crown&Anchor Rabatt waren es dann 148 $, das war deutlich angenehmer. Also flux angemeldet, Kofferstatus überprüft, keine Koffer vorhanden...? Jetzt war aber angesagte Ablegezeit (17:00), wer will schon die Ausfahrt von New York verpassen, und das bei Sonnenschein, also rauf aufs Pooldeck, aber nix rührte sich, keine Durchsagen wie oder was, es ging gar nichts. Jeder blickte fragend um sich, Antworten hatte keiner. Da nach fast 2 Stunden des Wartens sich immer noch nichts tat, gingen wir zurück zur Kabine, Koffer sind inzwischen auch schon da, und siehe da, wir fuhren los, kurz vor 19:00 startete unsere Transatlantiktour. Die Sicht vom Balkon aus war auch grandios auf die Skyline von Manhattan und die Freiheitsstatue.

Noch am Abend stellte sich unsere Zimmerperle vor, sie kommt von den Philippinen und ist selbst noch nicht auf so einem großen Kreuzfahrtschiff gewesen, daher bittete Sie um Entschuldigung, falls es mal etwas länger dauern würde.

 

  • 03.05.2015 Seetag, erste Nacht an Bord

Nach 8:00 gingen wir zum Frühstücken, gut erholt, denn gut geschlafen. 9:30 war Meet&Mingle Kreuzfahrerforumtreffen angesagt, in der Music Hall, bei über 300 Teilnehmern, war dieser Ort fast zu klein. Jeder bekam aber sein Geschenk von der Reederei und ein Los für die anstehende Verlosung.Viele Informationen wurden ausgetauscht, davon lebt diese Gemeinschaft.

Noch am Vormittag etwas Frischluft getankt aber dann in das SeaPlex zum Trapezspringen abgebogen. Zum Mitmachen animierte uns das nicht, aber bevor der große Showact beginnt, wollten wir noch was zum Beißen haben. Dies erledigten wir im Sorrento's und im Promenade Café, auf der Kabine schnell frisch gemacht, wieder runter ins Royal Theater und das "End of the Line" gesucht. Hier warteten noch nicht so viel, so dass wir gute Chancen hatten, um einen guten Platz zu erwischen, in den oberen Rängen. Wir wollten ja das ABBA-Musical "Mamma Mia" nicht nur hören, sondern auch sehen.

Leider fiel die Platzwahl nicht so gut  aus, aber es ging, diesmal durfte absolut nicht fotografiert werden, was von der Position auch nicht gut möglich wäre. Das Orchester im Graben war nicht sichtbar, nur der am Klavier, der auch dirigierte. Pünktlich um 14:30 ging es los, um ca.15:30 gab's eine Viertelstunde Pause, es verließen nur wenige den Saal, denn sowohl die Story als auch die Musik riss jeden mit. Als es dann um ca.17:00 zu Ende war hagelte es auch donnernden Applaus, so dass es noch 3 Zugaben gab, bevor endgültig das Ganze sein Ende fand. Fazit: Tolle Aufführung mit stimmgewaltigen Darstellern, und mitreißender Musik, ein Höhepunkt auf dieser Reise. Einziger Wermutstropfen, die Bestuhlung ist nur ideal für Menschen kleiner bis mittlerer Statur, Personen mit längeren Beinen sind für diese Sitze nur bedingt geeignet. Auch sind diverse Verbauungen in so einem Saal wenig praktikabel, so sind einige Plätze nicht zu empfehlen.

Am Abend war wieder Foto mit dem Kapitän angesagt, das alleinige zuschauen reichte uns, der Captain selbst hat bei dieser Aufgabe auch wenig Freude, aber das kokettieren um die Gunst darum, sei es auch nur um ein paar Minuten, trieb schon seltsame Zeitgenossen in so manch unpassendes Kleidungsstück.

 

  • 04.05.2015 Seetag

Nach dem Frühstück wagten wir uns zum North Star, diesen Ausleger mit einer Gondel vorne dran, der eine gewisse Anzahl an Personen hochfährt und seitlich neben das Schiff schwenkt. Vor dem Abheben erklärte uns das zuständige Crewmitglied, das dieser North Star 18 Mio. $ gekostet hat und ob wir alle bereit wären. Das ganze dauert 10 min und bietete einen unvergesslichen Ausblick. Kurz vor Mittag war im Two70 eine Kochshow mit probieren angesagt. Da konnte man von Sushi über Pasta bis zum Eis alles testen.

Das Two70, eine gut gelungene Mischung zwischen Showbühne mit versenkbaren Ebenen und über die Glasfront verteilte Projektionen, die noch von 6 auf Roboterarmen verteilten 100“ Bildschirmen (2,5 m) unterstützt werden.Tagsüber ein Aufenthaltsort, der für jeden etwas bietet, im oberen Teil ist eine Bibliothek mit integriert, im unteren ein Café, in dem es auch kleine Snacks gibt, unter anderem das viel geliebte Kümmelweck Roastbeef, das dem Signature Sandwich der Oasis of the Seas nachempfunden ist. Des Weiteren sind im ganzen Raum eine Vielzahl von verschiedenen Sitzgelegenheiten verteilt, so dass einem der Eindruck vermittelt wird, man sei in einer Designerausstellung.

Abends hatten wir unsere zweite Show, die hauseigen produzierte, diversen James Bond Titeln als Ausgang nehmenden Liveact Starwater mit akrobatischen Einlagen, teilweise ohne sicherndes Seil, gesanggewaltigen Akteuren und schnell verwandelbaren Darstellern, versetzte diese Computerunterstützte Show das Publikum ins Staunen. Laut Entertainmentmanager kostete das Two70 alleine 36 Mio. $, was bei dem Aufwand an Technik sich gut nachvollziehen lässt. Trotzdem, auch dieser, sich über 2 Decks erhebende und über die ganze Breite des Schiffes sich ziehende Bereich ist rundum gelungen, und übertrifft manches Theatrium auf einem anderen Schiff um Längen.

 

  • 05.05.2015 Seetag

Bei den vielen Angeboten an Unterhaltung, fällt es schwer eine Entscheidung zu treffen. Heute ist es etwas leichter, da eine weitere Fahrt mit dem North Star wegen des frischen Windes und des stärkeren Seegangs ausfällt. Also ist am Vormittag nur Müßiggang angesagt, was aber trotzdem schwer fällt. Umso jäher wurde das ganze unterbrochen, als wir ein leichtes Brummen vernahmen, beim raustreten auf unserem Balkon, wurde uns deutlich, wir fuhren nicht mehr!

Kaum registriert, schon kam die Durchsage des Captain's, wir hätten einen Stromausfall, seien momentan manövrierunfähig und trieben dahin, es soll niemand mit dem Aufzug fahren, die Systeme werden überprüft.

Wir treiben, und das mitten im Atlantik, kein schönes Gefühl!

Etwa 10 min später die freudige Nachricht vom Captain, die Systeme werden wieder hochgefahren, alles sei wieder in Ordnung!  

OK, einen weiteren Blackout möchte ich nicht noch einmal haben.

Am frühen Nachmittag dann die Mini-Robo-Show im Two70, mit den 6 Roboscreens, ca.30 min dauerte die Vorstellung, was Programmierer so leisten können. Noch vor dem Abendessen, standen die Beatlemaniacs im Royal Theater auf der Bühne. Eine Stunde lang wurden Beatles Songs dargeboten. In unterhaltsamer Manier glich man die stimmlichen Unterschiede ganz gut aus.

Auf dem Rückweg vom Windjammer, fielen uns die ausgehängten Kotztüten auf, es ist für Morgen 4-6 m hoher Wellengang vorhergesagt, und ein Tiefdruckgebiet, mal sehen.

 

  • 06.05.2015 Seetag

Frühes Aufstehen, da es um 8:45 mit der AllAccessTour losgeht, Treffpunkt vor dem Grande auf Deck 3. Nachdem alle ihre Unterschrift gegeben haben, ging es los, gleich in die Galley, wo mit den Kochvorbereitungen schon begonnen wurde. Als nächstes waren die Provianträume dran, vielmehr nur das Obstlager, das noch gut gefüllt war. Runter in die Wäscherei und Büglerei,wo die großen Trommeln, Trockner und Bügelmaschinen stehen, da herrschte noch Hochbetrieb, aber relativ angenehmes Klima. Jetzt war, nach einem Sicherheitscheck, der Control-Raum dran, mit neuester Technik ausgestattet und teilweise Riesenbildschirmen, ist es sehr übersichtlich. Als wir auch noch einen Mitarbeiter der Meyer-Werft trafen, beschlich uns der Gedanke, ob schon alles so in Ordnung sei, wie es uns immer glaubhaft gemacht wird.  

Es wurde uns aber versichert, dass die beiden Werft-Mitarbeiter nur noch für Abstimmungen bei den Klimaanlagen sorgen, und bis Dubai an Bord bleiben. 

Durch die Crewkantine zum Backstage-Bereich des Royal Theaters und den diversen Requisiten aus deren Shows. Kurzer Aufenthalt in der Crewbar, dann erneute Securityüberprüfung, bevor wir die Brücke betreten durften.

Auch hier, nur das Feinste vom Feinen, von einer Offizierin wurde die neue Technik erklärt, auch in Bezug auf die Umwelt, wurde auf das neue Micro-Bubbles, ein innovatives Luftschmiersystem, das etwa knapp 10% Energieeinsparung bringt, und den Abgas-Scrubber, das Advanced Emissions Purification (AEP)-System, eingegangen, keine Frage wurde verwehrt, oder nach Ausreden gesucht. Eigentlich wäre es dann zu Ende gewesen, aber man bat uns ein paar Minuten zu warten, dann käme auch noch der Captain. Er kam, und als eine der ersten Fragen war natürlich nach dem Grund des gestrigen Stromausfalls, er erzählte, das die beiden Generatoren (von vier) die gelaufen sind, einfach ausgefallen sind, es als Fehlermeldung nur "Automatenfehler" anzeigte, aber sonst keine weiteren Störungen aufliefen. Er nannte es einen "German Bug", wo wir natürlich sofort protestierten...

Auch er nahm sich die Zeit um viele andere Fragen zu beantworten, fügte aber auch noch hinzu, dass man ein falsches Bild von einem Kapitän habe, wenn man glaube, er sei nur zur Unterhaltung der Gäste da, Nein - sicher er hat viele Aufgaben vergeben, aber ER allein trägt die Verantwortung, für alles was auf und mit dem Schiff passiert! Und das ärgert Ihn, wenn das manche Passagiere anders sehen. Recht hat er!

Nachmittags wieder eine kleine Parade mit Dreamworks Figuren, nur ist der Platz auf der Royal Esplanade etwas begrenzt, da wirkt es nicht so, wie auf der Oasis of the Seas. Trotz des etwas schaukligen Tages,sind die meisten beim Abendessen gewesen, was man diesmal wieder bemerkt, im Windjammer werden jeden Tag mehr.

Die Uhr wird heute Nacht das vierte Mal um eine Stunde vorgestellt, wir haben also die Zeit der Azoren schon erreicht, ein Seetag noch und wir sind in Ponta Delgada - Sao Miguel.

 

  • 07.05.2015 Seetag

Zeit um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen, das Schiff modern, alle Einrichtungen voll im Trend und dennoch nicht zu überzogen, stimmige Farben in den Aufenthaltsbereichen und Kabinen, gut durchdachte Shows und Entertainmentprogramme, wenig günstige Shoppingmöglichkeiten für Otto-Normalverbraucher, sehr gute Restaurants, leider sind zu viele Asiaten beim Bedienpersonal, denen fällt ein Lächeln oft schwer, bei karibisch angesiedeltem Personal ist es deutlich leichter gute Laune zu haben.

Windjammer, täglich wechselnde Speisen, amerikanische Grundnahrungsmittel wie Burger, Hot Dog und Steaks gibt’s jeden Tag. Sehr gut war auch die Pasta, jeden Tag 2 verschiedene Arten davon, mit Tomatensoße, oder mit was auch immer, frisch zubereitet, ein Gedicht. Das auch von den Offizieren gerne genommen wird. Bei den Bedienrestaurants ist es eine Sache des Geschmacks, der eigenen Vorlieben und eine Frage des Geldes, so auch die verschiedenen Bars, kosten die Cocktails ab 7,95 $, so wird in der B1oN1c-Bar 14,95 $ dafür bezahlt, so ein Roboter kostet auch seinen Preis. Übrigens, zuschauen kostet nix...

Wenn auch das Kreuzfahrtschiff erst ein halbes Jahr alt ist, so gibt es jetzt schon teilweise deutliche Abnutzungsspuren, z.B. bei uns in der Duschkabine sind am Boden schon 8 Fliesen gebrochen, hier liegt ein Fall von Fehlplanung vor, die Duschkabine ist vermutlich aus Kunststoff, der gibt nach, die Fliesen nicht. Ebenfalls gebrochen ist schon eine Reihe an verschiedenen Glaselementen, die teilweise auch während der Fahrt, in den Häfen ausgetauscht wurden.

Nachmittags im Two70, wieder eine Mini-Robo-Show, mit anschließendem Techniktalk, allein an der Menge an Fragen und an der Anzahl an Personen wo täglich drin sind, lässt darauf schließen, das Two70 kommt gut an. Ebenfalls gut angekommen ist das SeaPlex, eine Multi-Spielwiese, für Jung und Alt, von diversen Ballsportarten über Trapezspringen und Rollerskaten zu den Bumper Cars (Autoscooter), alles wird hier Indoor gemacht.

Abends wieder im Royal Theater, hier trat Gary Lovini auf, häh - wer? Genau, gekannt haben wir ihn vorher auch nicht, hat uns aber eine Stunde prächtig unterhalten. Er spielt sehr gut Geige, alles bekannte Lieder, begleitet vom Quantum Orchester, und kam dabei durch die ganzen zwei Decks vom Theater. Einfach mitreissend.

Wir nähern uns jetzt den Azoren, konnten aber wegen des Dunstes keine der Inseln erkennen, dafür wurde es immer wärmer, und das Meer war ganz ruhig, da dauerte es nicht lange, bis die ersten Delfine auftauchten.

 

  • 08.05.2015 Ponta Delgada - Sao Miguel

Endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Aber nicht für lange, denn wir haben einen Whale-Watching Ausflug. Treffpunkt im Royal Theater, dort wieder Unterteilung in Gruppen, dann raus an Land. Ohne etwaige Passkontrollen sind wir zu der Mitarbeiterin des Bootsteams, dort unsere Eintrittskarten erhalten, dann ging es zu Fuß zum Boot. Wir waren nicht die einzigen, auch eine Reisegruppe von TUI war schon da. Alle an Bord dieses 2stöckigen Katamarans, kurze Sicherheitsunterweisung, dann fuhren wir ab. An der Quantum of the Seas vorbei, die länger als der Kai war, hinaus auf das offene Meer. Bald wurden die ersten Delfine schon gesichtet, im Funkkontakt mit anderen Booten und einem Ausguck an Land, streiften wir durch das Revier. Bei einer erloschenen Vulkaninsel legte er noch einen extra Fotostopp ein, dann weiter zu den nächsten Sichtungen. Dabei gab der Kapitän dermaßen viel Gas, das man sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, anscheinend waren ihm noch zu wenige Seekrank...

Es kam, wie es kommen musste, eine Welle schwappte genau über meine Füße, bevor ich dies jedoch bedauern konnte, erwischte mich die zweite aber frontal, so dass ich aussah wie ein begossener Pudel. Die Kamera hatte ich in einem Reflex noch hinter mich gehalten, die bekam nur ein paar Spritzer ab, aber ich und noch einige andere waren nass bis zur Haut. Mit wenig Freude erduldeten wir noch die letzten Stationen, die angefahren wurden, auch hier sahen wir viele Delfine, manch einer hatte auch seinen Spaß dabei, so daß dieser aus dem Wasser sprang, oder unter dem Boot durchtauchte. Wale allerdings waren keine zu sehen, so tuckerten wir, nass bis auf die Haut, andere ganz grün im Gesicht, zurück zum Hafen. Dort angekommen, machten wir uns schnurstracks auf den Weg in unsere Kabine, zum Umziehen. Da es warme 19º draußen hatte, wollten wir die verbliebene Zeit noch sinnvoll nutzen, also gingen wir in das, uns bekannte Café an der Hafenpromenade, und tranken endlich wieder einen richtig guten Cappuccino mit leichtem Zimtgeschmack, und haben dazu einige kleine portugiesische Leckereien genossen.

Abfahrt pünktlich um 16:00, wo wir mit Wasserfontänen aus dem Schlepper verabschiedet wurden. Um 18:30 wieder eine Headliner-Show mit Claire Vinkesteijn, auch eine gute Darbietung, mit Klavier und Orchesterbegleitung.

 

  • 09.05.2015 Seetag

Bedingt durch die viele frische Luft, und des Salzwassers und der vorletzten Zeitumstellung, kamen wir nur spät aus den Federn. Das heißt, im Windjammer war es etwas voller, aber selbst zu vorgerückter Stunde, gibt es noch reichlich Platz, Gedränge und Geschiebe am Buffet gibt's hier sowieso nicht.

Anders beim North Star, der war wieder in Betrieb, und bei spiegelglatter See und 20º immer sehr gut besucht. Ebenso die verschiedenen Pool-Areale, für die Sonnenanbeter, aber auch hier noch jede Menge Platz. Nachmittags im Two70 wieder eine Mini-Robo-Show, 15 min die aber keine neuen Bilder zeigten. Den Rest des Tages im schattigen Teil vom Pooldeck verbracht. Letzte Einkäufe getätigt und für morgen einen Tisch im Izumi reserviert.

 

  • 10.05.2015 Seetag

Ganz leichter Wellengang und klarer Himmel, reizte uns zu einen weiteren Ausflug mit dem North Star. Gleich nach dem Frühstück stellten wir uns an, nach knapp 20 min waren wir dran. Diesmal keine Erklärungen, nach dem Motto, wer es jetzt noch nicht weiß, der braucht's auch nicht wissen...

Wir schwenkten auch auf die andere Seite, und mit 14 Personen war die Gondel, die aus der Schweiz kommt, gut gefüllt. Rauf und wieder runter, fertig - einfach grandios die Übersicht, und ein einzigartiges Erlebnis. Ist dank eines Liftes, auch für Rollifahrer leicht zu bewältigen. Kinder dürfen erst ab 107 cm mit in Begleitung, und ab 14 Jahren dann auch alleine.

Wieder am Boden, vielmehr auf Deck 15, schauten wir beim Flowrider vorbei, die Gruppe vom iFly war noch beim Sicherheitsvideo, deshalb weiter ins SeaPlex zum Trapezspringen. Nachmittags nochmals ins SeaPlex zu den Bumper Cars, da war die Schlange ziemlich lang, wenn auch die 15 Wägelchen nur etwa 3 min gesteuert werden dürfen, es wurden nicht weniger. Dann die Durchsage des Captain's, das wir nach der Meerenge bei Gibraltar, dessen Hafen anlaufen, weil ein medizinischer Notfall vorliegt. Die verlorene Zeit aber wieder aufholen.

Gegen 18:30 glitten wir zwischen vielen Tankern und dicken Pötten in den Hafen von Gibraltar, dort blieben wir stehen, bis ein Polizeiboot längsseits kam und wir uns zusammen leicht drehten. Die kranke Person wurde auf einer Trage übergeben, und das Polizeiboot drehte wieder ab. Wir drehten auch und setzten unsere Fahrt nach Cartagena fort, mit knapp 22 Knoten pflügten wir durch die Nacht. Später teilte der Captain uns mit, daß die Dame wohlbehalten im Krankenhaus angekommen ist und Sie auf dem Weg der Besserung sei. Er entschuldigte sich noch für die Umstände und das Verständnis der anderen Mitreisenden. Also wer das nicht verstehe, der gehört über Bord geworfen!

Heute Abend haben, wir unseren Restauranttermin im Izumi, dem Sushi-Spezialitätenrestaurant an Bord. Zu annehmbaren Preisen wird hier eine hohe Qualität geboten. Einziger Nachteil, die Speisen sind nicht abgebildet, so muss man sich schon gut auskennen, was man haben will, es kann aber auch individuell zusammengestellt werden.

 

  • 11.05.2015 Cartagena

Schon beim Frühstück bemerkten wir, dies wird ein heißer Tag, ausgerechnet da haben wir den Halbtagesausflug nach Murcia gebucht. 10:15 ging es los, Treffen im Two70, Nummernausgabe, und dann geht’s raus zum Bus. Nach etwa 45 min Fahrt durch Cartagena und über die Autobahn, kamen wir im Kloster Fuensanta an, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Nach einer halben Stunde weiter in die Innenstadt von Murcia, wo der Busfahrer hielt und uns aussteigen ließ.

Auf kurzem Wege, mit Headset ausgestattet, schlenderten wir zum Bischofssitz, womit wir auch gleichzeitig vor der Kathedrale standen. Der Reiseführer erklärte alles sehr genau (auf Englisch), und wir gingen in den Prachtbau hinein, leider nur kurz, da um die Mittagszeit zur Siesta zugesperrt wird. Ein paar Straßen weiter, stand das Casino als nächstes auf dem Programm. Dies ist kein Spielcasino, sondern eher so eine Art Club, ein Treffpunkt für die bessere Gesellschaft von Murcia. Wieder draussen, wurde uns noch der Busabholplatz genannt, und die Uhrzeit, wann wir da sein sollten. Da es zeitlich eng war und mit 33º nicht gerade angenehm, beschränkte sich unser Rundgang auf ein paar schattige Gässchen, danach setzten wir uns in den Park, in Sichtweite des Busabholplatzes. Punkt 14:00 waren alle da, und wir traten die Heimreise nach Cartagena wieder an. Auf der Rückfahrt bedankte sich der Reiseleiter, dass wir überall so pünktlich waren, und er schlug vor, da noch genügend Zeit übrig war, wir nicht auf direktem Wege zum Schiff fahren, sondern noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Cartagena machen würden. Nach der Tour, konnten wir auch gleich vor dem Hafen aussteigen, so waren wir schneller in der Altstadt. Aber irgendwann hat man genug, und wir verzogen uns auf das Schiff,und weiter ins Two70, wo wir den ersten Durst und auch kleine Hungergefühle stillen konnten.

Die Ausfahrt aus dem engen Hafenbecken, war genauso spektakulär, wie die Einfahrt am Morgen. Wir konnten dies Manöver vom Windjammer aus gut beobachten, auch im Hafen selbst, waren viele Schaulustige versammelt, die so ein großes Kreuzfahrtschiff hier noch nicht gesehen haben.

Abends wieder Showtime im Royal Theater, diesmal die "Sonic Odyssey", hier wird mit verschiedenartigen Instrumenten Musik dargeboten, untermalt vom Quantum of the Seas Orchestra und den Darstellern des Showensembles. Angefangen mit der Earth-Harp, die ihre Saiten durch den ganzen Saal zieht, diversen Trommeleinlagen und einem Riesengong, sich weiter ziehend über noch eine Vielzahl anderer Instrumente, die man gar nicht alle nennen kann. Sehr sehenswert!

 

  • 12.05.2015 Palma de Mallorca

Diese Stadt kennen wir nur von diversen Abfahrten und Ankünften, diesmal hatten wir Zeit, um die Altstadt näher zu erkunden. Mit dem von RCL organisierten Shuttlebus (5,- € hin und zurück), fuhren wir vormittags bis in die Nähe der Kathedrale. Diese wollten wir auch besichtigen, aber die wartende Menschenmenge und p.P. 7,- € Eintritt, schreckten uns ab, so haben wir es bei einer äußerlichen Besichtigung belassen. In der Altstadt merkte man deutlich, das im Hafen 3 Kreuzfahrtschiffe lagen (Quantum of the Seas, Costa Diadema und Island Express).

Zum Nachmittagskaffee gingen wir in eine kleine, aber sehr feine Konditorei, um die landestypischen Ensaïmadas zu probieren. Die anderen süßen Köstlichkeiten ließen wir schweren Herzens links liegen, und setzten unsere Tour fort.

Auch hier wurden uns allmählich bei 31º, trotz mitgebrachten Wassers, die Beine schwer, und wir traten den Rückweg an zum Meeting Point, von wo der Shuttlebus wieder zurück fuhr. Dieser kam auch sogleich, was noch zu einem kleinen Gedränge führte, da mittlerweile mehr Passagiere da waren, als der Bus aufnehmen konnte. Nach kurzer Fahrzeit waren wir wieder am Schiff. Hier mussten aber bei strahlendem Sonnenschein unbedingt noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen werden.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir auf unserem Balkon, mit Milchshakes vom Johnny Rockets, und um den Blick auf Palma de Mallorca und den angrenzenden Yachthafen zu genießen.

Um 18:00 sind wir aufgebrochen zu dem letzten Abschnitt unserer Reise. An der Costa Diadema vorbei, unter Beobachtung vieler Passagiere und viel Gejohle sind wir aus dem Hafen von Palma de Mallorca abgefahren, Richtung Barcelona.

Einem frühen Abendessen, folgte noch eine letzte Runde über das Deck, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Danach fing das Kofferpacken an, alles noch einmal etwas anders verteilt, und dann gingen die Koffer zu, das Gewicht hatten wir dabei auch noch eingehalten. Bis 23:00 müssen die Koffer vor der Kabine sein, mit den richtigen Anhängern versehen. Passte alles, also schnell schlafen, denn unsere Departure Time wurde auf 9:00 festgelegt. Treffpunkt um 8:45 im Two70, davor können wir noch frühstücken.

 

  • 13.05.2015 Barcelona, und Rückreise

Auch wenn wir nicht abergläubisch sind, diesmal schon, da unsere Abreise auf einen 13. fällt. Denn leider müssen wir uns von der Quantum of the Seas trennen, dabei gäbe es noch so viel, was wir gerne noch vertieft hätten. Was soll’s, wir müssen von Bord. Zuerst aber noch ein Frühstück im Windjammer, nachdem wir unsere Kabine für immer verlassen haben…

Eine kurze aber herzliche Verabschiedung von unserer Zimmerfee, die uns alle zwei Tage mit ihren Künsten im Handtuchfalten aufwartete, auch sonst jeden Wunsch zur vollsten Zufriedenheit von den Augen ablas. Besser hätte es nicht sein können.

Leichtes Gedränge im Windjammer, aber selbst am Abreisetag sofort einen Platz gefunden, danach ins Two70 zum Treffpunkt, wir waren On Time. Der Kreuzfahrtterminal von Barcelona selbst, hatte an diesem Tag anscheinend seinen Stress-Test, es waren 6 Kreuzfahrtschiffe anwesend, mit der Quantum of the Seas, Celebrity Reflection, MSC Divina, Caribbean Princess der Zenith von Pullmantur und der Azura von P&O waren etwa 15000 Kreuzfahrtpassagiere in der Stadt, wenn nicht noch mehr, da ja bei einigen der Kabinenwechsel stattfand.

Statt den angekündigten 9:00 waren es also dann 10 min später, bis unsere Gruppe aufgerufen wurden das Schiff zu verlassen. In Barcelona sind die Koffer der Gruppen auf verschiedene Kofferbänder verteilt. Unsere Nummer (94) war auf Band 3, da dauerte es auch nicht lange bis alle 3 Koffer erschienen. Schnell runter gezogen, weiter zum Ticketcounter für den Shuttlebus zum Flughafen. Hier nur die kurze Meldung, alles ist draussen…

Mit unserem Voucher für den Transport gingen wir zu einem Scout von Intercruises, die fragten nach der Kabinennummer, registrierten uns, teilten uns den Bus zu und wir gaben die Koffer vor dem Bus ab und stiegen ein.

Bis hierher verlief alles reibungslos, wir waren in 30 min draussen und im Bus, aber dann traf sich die spanische Ablehnung, gegen die amerikanische Auflehnung!

Der Bus war mit den Koffern am Ende seiner Kapazität, aber es waren noch Plätze für Personen frei, das konnten einige Gäste nicht akzeptieren, das der Bus nur zu 80% ausgelastet fahren würde, so kam es zu einem hin und her, was uns so viel Zeit gekostet hat, dass die im Bus sich beschwerten, wann es los geht, da sie sonst Ihren Flieger nicht mehr bekommen. Wir wussten, wie weit es zum Flughafen ist, darum waren auch wir etwas unruhig, wenn es nicht bald losgehen würde. Um 10:15 sind wir dann los, und Dank des geringeren Verkehrs in 20 min am Terminal angekommen. Am LH Schalter standen wenigstens nicht viele zum Einchecken, so hatten wir dies gleich hinter uns. Leider ist der Airport von Barcelona kein Ort der kurzen Wege, so marschierten wir eine ganze Weile durch Sicherheitskontrollen und das Gebäude, bis wir zu unserem zugeteilten Gate kamen, dies war um 11:00. Boarding um 11:30, aber leider 4 Gates weiter vorne, dies ließ uns die Flughafenleitung um 11:10 wissen. Also Gate gewechselt, die Boardingzeit passte aber noch. Wir stiegen ein und freuten uns über enorm viel Platz, da die Maschine nicht ganz ausgebucht war. Abflugzeit wäre um 12:00 gewesen, jetzt war es 11:50, und der Kapitän teilte mit, dass alles bereit sei, ein Fluggast aber nicht erschienen ist, so muss ein Koffer wieder ausgeladen werden. Darum wird es bei dem 12:00 Start bleiben.

Leider war der Koffer im ersten Container, der eingeladen wurde, also alle anderen wieder raus, Koffer gesucht und wieder rein. Klappe zu…. Los geht’s um 12:10.

Dafür pünktliche Landung in München, bis wir den Terminal 2 durchwandert hatten, waren unsere Koffer auch schon da, alles OK, weiter zur Tiefgarage und die Heimfahrt angetreten.

 

Fazit:

Einmal ist keinmal, dieses neue Klassenschiff der Quantum-Class ist einfach toll, hier ist einfach alles stimmig verbaut und in den passenden Farben, kein grelles Aquamaringrün, oder alle Varianten an Blautönen, wie es bei anderen Schiffen noch üblich ist, sondern dezente, angenehme, warme Farben, die auch für das Auge gefällig sind.

In der grossen Kabine passt alles, und jede Einrichtung hat ihren Zweck, leider habe ich es nicht geschafft, die Klimaanlage von Fahrenheit auf Celsius umzustellen, soll aber möglich sein…

Einfach mit dem WOWband zu betreten, na ja nicht für mich, da ich es um das Handgelenk nicht brachte. Ein Loch in der Bordkarte, für dasSchlüsselband, kann man auch nicht mehr machen, da sonst der RFID-Chip nicht mehr funktioniert.

Die Orte für Unternehmungen (Two70, Royal Theater, MusicHall, SeaPlex usw.) sind gut gewählt, und auch relativ schnell zu erreichen, so dass man von einer Show oder Liveact bis zum nächsten nicht weit hat. Besonders das Two70 ist der Renner, dieser Halbkreisförmige Bau, am Tag mit Fenstern, abends und für die Shows mit Rollos verhängt, auf die eine Vielzahl von Beamern und Scheinwerfern diverse Kreationen der Programmierer zaubern, ist immer gut besucht, aber man findet auch immer wieder neue Lieblingsplätze und Sitzgelegenheiten. Diese gibt es hier zuhauf, auf dem Schiff gibt es vermutlich über hundert verschiedene Stühle und Sessel, manche sind einzigartig, viele mehrfach vorhanden.

Musical, Shows und Liveauftritte sind erste Klasse und gut unterhaltend.

Die Shops an Bord sind leider nur hochpreisig vorhanden, selbst in den Angeboten und Preisnachlässen meist teurer als an Land.

Die Restaurants, allen voran unser Favorit, das Windjammer, haben eine deutliche Aufwertung erhalten, die kleine angeschlossene Bäckerei, produziert nicht nur die typisch amerikanischen Weissbrot-Gummibrötchen, sondern auch Vollkornprodukte, Mehrkornstangen etc. nur Laugenbrezen gibt es immer noch nicht…

Auch in anderen Bewirtungsräumen, man bekommt immer einen Platz, obwohl das Schiff fast voll war, kein Gedränge oder andere Niedlichkeiten, die sich Passagiere so einfallen lassen, wenn sie Hunger haben. Jedes Restaurant geschmackvoll eingerichtet, auf den jeweiligen Besuchertyp abgestimmt und angepasst. Leider ist das Service-Personal noch ein wenig in der Anlernphase, also es wird viel übersehen, zu viel umsonst gelaufen, oder man unterhält sich lange untereinander. So was sieht ein wartender Gast, der gerne die leeren Teller vom Tisch haben würde, damit dieser sauber ist, nicht gern. Aber aller Anfang ist schwer, da müssen die Offiziere jetzt dahinter sein, damit sich kein Schlendrian einnistet.

Die Bar´s sind gut sortiert aufgestellt, und mit der Bionic-Bar um eine Attraktion reicher. Leider sind hier anscheinend noch viele Programmfehler versteckt, da sich die Roboter oft nicht mehr bewegten, und nur ein Neustart durch das Servicepersonal weiter half.

Überhaupt sind noch so kleine aber feine Anlaufschwierigkeitenzu bemerken, die aber dann bei der Anthem, der Ovation (in Bau) und mittlerweile einem vierten (in Planung) Schiff dieser Klasse dann ausgemerzt sind.

Wir werden bestimmt nochmal eines dieser Schiffe besuchen, da diese mit den herkömmlichen Kreuzfahrtschiffen nur noch die Form gleichhaben, ansonsten ist hier ein neuer Reisetypus entstanden – Kreuzfahrt 2.0 – wie hieß es auf dem Umschlag der Bordkarten,

„Welcome to Quantum Class. The Future is here“

 

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