Vision of the Seas 27.02. - 06.03.2017 ARABIAN GULF CRUISE

 

26.02.2017 Flug nach Dubai ab München mit Emirates Airlines.

Nach einer guten Fahrt im frühlingshaften Bayern erreichten wir mehr als rechtzeitig den Flughafen München. Der CheckIn beginnt bei Emirates Airlines erst um 18:00 Uhr. Also vertrödelten wir uns die Zeit bis dahin mit einem Cappuccino und einer Butterbreze.

Endlich ging es los, die Schlange davor ist noch nicht so groß, anhand der Kofferanhänger ist zu erkennen, dass viele auf das Mein Schiff 3 gehen. Von RCCL sehen wir keine. Sämtliche Sicherheitschecks problemlos erledigt, warten wir auf das Boarding. Dies verzögerte sich etwas, aber dann ging es schnell. Der A380 ist ja kein kleines Flugzeug, aber flott waren alle an Bord, und mit 20min Verspätung rollten wir zur Startposition. Noch ein paar kleinere Flieger vor uns, aber dann waren wir dran. Um etwa 22 Uhr starteten wir in den Münchener Nachthimmel. 

 

 

27.02.2017 18:00 Abfahrt

Ankunft in Dubai um 6:25 Uhr.

Die verlorene Zeit haben wir wieder aufgeholt, und sind fünf Minuten vor der Zeit in Dubai gelandet. Leider war dieser Terminal vollbesetzt, so erklärte uns der Pilot, müssten wir ca. 10min warten, bis unsere Parkposition frei wird.

 

Es ging dann schneller und wir dockten an.

Hier erwies sich unsere Entscheidung als richtig, als wir unsere Sitzplätze im vorderen Teil der Maschine wählten, somit waren wir früher am Einreisecheckpoint, und die Massen, die dieses Flugzeug und noch viel mehr ausspuckte, kamen alle nach uns.

Auch hier keinerlei Probleme, und weiter zu den Kofferbändern, dies wurde uns ja noch im Flieger mitgeteilt. Vorher aber stand schon ein Mitarbeiter von RCCL, der uns den Weg danach erklärte. Beide Koffer wohlbehalten in Empfang genommen ging es zum Ausgang. Dahinter der nächste, der uns begrüßte und zu einem Kollegen brachte, dieser hakte uns ab, und stattete uns mit einem Aufkleber aus, bat uns aber auch, noch etwas zu warten. Kurze Zeit später schlichen wir zum Bus. Nachdem wir nun schon 24h auf den Beinen sind, ging alles nicht mehr so flott.

Also rein in den Bus und wieder warten. 15min später, die Nachricht, dass niemand mehr kommt, und wir acht sollten in einen kleineren Bus umsteigen.

Der nächste Versuch. Diesmal fuhren wir sofort los, aber in der morgendlichen Rush-Hour von Dubai dauerte es dann doch noch etwas, bis wir im Hotel Le Méridien ankamen, auch wenn der Weg nicht weit gewesen ist.

Hier fuhren wir um das Hotel herum, zum großen Ballsaal. Dieser ist speziell für RCCL und wir konnten schon Mal, nach ausfüllen der Gesundheitsfragen, einchecken und erhielten unsere Bordkarten. Danach genossen wir das Frühstücksbuffet, das sehr reichhaltig bestückt war, sogar Omeletts konnte man frisch zubereitet ordern.

Die Koffer wurden zwischengelagert und wir bekommen diese dann auf die Kabine geliefert.

Etwa um halb elf, wurden wir aufgerufen und mit dem Bus zum Schiff gebracht. Nochmal einen Check des Handgepäcks, und schon betraten wir zum ersten Mal die Vision of the Seas. Am Check noch schnell ein Foto für die Bordkarte gemacht, dann waren wir drin. Leider noch zu früh, um sofort auf die Kabine zu gehen, diese wird ja erst um 13 Uhr freigegeben. Also rauf ins Windjammer um den Genüssen freien Lauf zu lassen. Viel konnten wir nicht mehr verzehren, aber dafür umso mehr trinken.

Endlich 13 Uhr, oder knapp davor, rein in die Kabine und erstmal eine Mütze Schlaf genommen. Nach nun fast 30h wohlverdient.

 

 

 

 

Kurz vor 16 Uhr standen wir aber schon wieder auf, und machten uns auf den Weg zu einer Einladung für deutschsprachige Gäste. Dort wurde nur kurz der nächste Hafen vorgestellt und die Zeiten, wo der Internationale Botschafter anwesend ist, mitgeteilt. Auch der Hinweis, dass um 17 Uhr die Seenotrettungsübung stattfindet, und man daran teilnehmen muss, egal wie viele Kreuzfahrten man schon gemacht habe, und das die Rettungsweste man nicht mitnehmen muss. 

Diese Übung fand auf Deck 5 unter den Rettungsbooten statt. Unser Master machte dies in einem angehauchten Militär Stil, wobei die ganze Truppe antworten musste. Auch nicht schlecht, so merken es sich selbst die Handyfetischisten. Klarer Vorteil für uns war, wir standen im Schatten, da es doch noch ganz schön sonnig war. Alles passte, also weiter im Programm. Zurück in der Kabine, wobei es diesmal zu einer Juniorsuite gereicht hat, am Heck des Schiffes, mit zwei Seiten Balkon. Ich dachte mir bei der Buchung, dass man hiermit der gleissenden Sonne etwas ausweichen kann.

 


Die Koffer waren noch nicht da, aber als wir weiter diese Juniorsuite erkundeten, sind sie eingetroffen. Mit einem 3flügeligen Kleiderschrank und unzähligen großen und kleinen Schub- und Ablagefächern, die wir gar nicht alle voll brachten, ist diese sehr großzügig ausgestattet. TV, Kühlschrank, Wasserkocher und Kaffeemaschine, alles da. Auch 2 Eurosteckdosen neben 2 US-Steckdosen sind vorhanden. Das wahre Highlight aber ist der Balkon. Zwei Liegen, zwei Stühle, ein Tisch und ein Liegestuhl haben reichlich darauf Platz, und einsehbar ist dieser auch kaum.

Nach dem ablegen von Dubai, das Abendessen wieder im Windjammer eingenommen, anschließend noch kurz durch den Shop und das Centrum, dann aber waren wir endgültig bratfertig, die vergangenen Stunden waren einfach zu lang.

 

 

28.02.2017 08:00 - 17:00 Khasab, Oman

Am Morgen wurden wir durch die Bewegung des Seitenstrahlruders daran erinnert, dass wir auf einem Schiff sind. Fühlte sich zwar ein bisschen so an, wie wenn man mit einem älteren Flugzeug gerade aufsetzen würde, aber der Platz für das Schiff ist eng bemessen. Hinten Beton und vorne eine Fähre. Aber die Sonne scheint, und dies schon morgens mit einer enormen Kraft. Der UV-Index wird auch heute wieder sehr hoch sein.

Beim Frühstücksbuffet im Windjammer, erstmal einen Orientierungslauf gemacht. Neues Schiff, da sucht man zuerst einmal etwas umher. Dann aber konnten wir das Frühstück in aller Ruhe genießen, denn wir hatten keinen Ausflug vor, höchstens mit dem Shuttlebus in die Ortschaft. Zurück auf der Kabine, mit Blick in die Stadt, hier war nicht viel los, und die Temperatur stieg schon gewaltig an. Darum zogen wir es vor, an Bord zu bleiben. Den Tag also völlig relaxt verbracht und nicht viel unternommen. Dies machte es leichter die Hitze 33° zu ertragen.

Erst nachmittags wurde es angenehmer und wir konnten den Schmugglerbooten (vermutlich) beim Beladen zusehen.

Abfahrt dann pünktlich um 17 Uhr, und die Vision of the Seas verließ Khasab.

Da ja für heute Formal Night angekündigt war, so brezelten sich die Herrschaften mehr oder weniger gewaltig auf. Für uns sind diese Abende nichts, dennoch sieht man sich das Schaulaufen der Eitelkeiten gerne an, was in einem gemeinsamen Foto mit dem Captain endet. Noch vor diesem Event hatten wir auf unserem Balkon einen kurzen Schreckensmoment, als zwei schnelle Motorboote immer näher kamen. Der Gedanke von Piraten keimte auf, aber der wurde schnell zerschlagen, als sie uns überholten, da sahen wir, es waren vermutlich nur Schmugglerboote.

Einem englischen Abend sprach nun nichts mehr dagegen.

Später noch Vorbereitungen für den morgigen Ausflug in Muscat getroffen, damit es in der Früh etwas schneller geht.

 

 

01.03.2017 09:00 - Muscat, Oman

Wieder frühes Aufwachen, aber diesmal war der Wecker schuld. Wir hatten für diesen Tag einen Halbtagesausflug gebucht. Mystical Muscat so der wohlklingende Name. Naja, ich nehme es Mal vorweg, er war beeindruckend aber nicht Mystisch. Trotzdem das Altbekannte Prozedere, Versammlung im Masquerade Theater mit Nummernvergabe. Anschließend ging es raus zum Bus, davor haben wir noch die Oman Erlaubniskarte bekommen, da wir ja unseren Reisepass schon in Dubai abgeben haben müssen. Nun also diese Karte, bei der Rückkehr mussten wir sie wieder abgeben, wenigstens hat sie ein Loch, zum Befestigen.


Die Fahrt, in einem sehr bequemen Reisebus, ging quer durch die Stadt zur Grossen Sultan-Qabus-Moschee, hier wurde erstmal der Zustand der Kleidung begutachtet, ob diese auch den gültigen Regeln entsprachen. Fast alle waren in Ordnung, die anderen mussten sich für 8$ eine Robe leihen. Ist mir unverständlich, den mehrfach wird darauf hingewiesen sich entsprechend zu kleiden, wer nicht will, sollte draussen bleiben.

 

In Zwei Reihen mussten wir uns aufstellen, streng nach Männlein und Weiblein getrennt, schritten wir durch die Pforte. Dahinter ein riesiger Garten, das Gras vermutlich mit der Nagelschere geschnitten, viele Springbrunnen und Wasserspiele, gingen wir weiter zu einem Abteil nur für die Schuhe. Dieser mussten wir uns nun entledigen, bevor es in den Waschraum ging, wo sich die Gläubigen vor dem Gebet waschen. Der Reiseführer führte uns diese Prozedur auch vor.

Jetzt erst durften wir die Moschee betreten, zuerst den Saal, wo die Frauen ihr Gebet verrichten, dieser war eher schmucklos, danach erst in den Hauptteil. Hier können bis zu 6000 Gläubige gleichzeitig beten. Die Marmorwände mit Mosaiken verziert und erhellt von zigtausend Lampen in den verschiedensten Lüstern. Hier war man echt beeindruckt. Für Besucher wurde extra ein blauer Stoff ausgelegt, damit man den kostbaren Teppich nicht berühren konnte. Nebenbei erwähnt, dies ist der zweitgrößte Teppich auf der Welt.

Wieder draußen und zurück bei den Schuhen ging es wieder zum Bus.

Die Fahrt brachte uns mitten in die Hafenstraße, die Corniche. Hier könnten wir den Souk besuchen, oder in einem Café etwas ausruhen. Zum vereinbarten Zeitpunkt wieder alle da ging die Reise weiter in das alte Muscat, ins Museum, wo verschiedene Artefakte zur Schau gestellt werden. Jetzt noch weiter zum Präsidentenpalast auf einen kurzen Fotostopp und es ging schon wieder zurück zum Schiff.

Bevor wir jedoch wieder an Bord gingen, wollten wir dem Duty-Free Shop noch einen Besuch abstatten, leider war dieser geschlossen, wir haben zwar noch etwas gewartet, aber es tat sich nichts. So musste das Windjammer unser erstes aufkommendes Hungergefühl befriedigen.

 

Motto heute Abend Amerikanisch, war ganz lecker, freuen uns aber schon auf den Italienischen Abend morgen.

 

 



02.03.2017 - 18:00 Muscat, Oman

Endlich ausschlafen, gestern Nacht hat neben uns noch ein Frachtschiff angelegt. Von weitem sah es aus wie ein Kreuzfahrtschiff, auch so beleuchtet. Als es aber dann näher kam, haben wir auch den Namen erkennen können, der uns Aufschluss über das ganze brachte. Es war die Dareen, ein sogenannter Livestock Carrier. Das Schiff hatte Schafe an Bord, von Australien. Doch so eine Art Kreuzfahrtschiff. Am Morgen als der Wind etwas anlandig war, haben wir sie auch gerochen.

Nochmaliger Besuch des Duty-Free Shops, wenn die Auswahl auch nicht groß war, aber für Raucher lohnt es sich auf alle Fälle.

Kurz das Treiben vor dem Schiff beobachtet und in der RCCL Lounge ausgeruht, bevor es aber wieder zu heiß wurde, zogen wir uns zurück. Nachmittags noch den schattigen Balkon genossen, zwischendurch Mal habe ich mich zu einem Cappuccino Caramel hinreißen lassen, aber sonst haben wir den faulen Lenz gemacht, und den Tag vergehen lassen.

Bei den Schiffen nebenan herrschte emsiges Treiben, zwei Yachten vom Sultan kamen an, der Hammelfrachter fuhr wieder ab, ein anderes Schiff kam, da hatten die beiden Schlepper einiges zu tun. Schlepperballett inklusive.

Am Abend allerdings das Highlight, beim Top Tier Event, wo die Vielfahrer ab Platinum eingeladen sind. Über 600 Crown & Anchor Mitglieder sind an Bord, 164 wurden zu diesem Termin eingeladen. Der Captain Marek Slaby begrüßte alle und stellte sich und seinen Lebenslauf kurz vor. Danach stellten sich die ranghöchsten Offiziere vor. Der Loyality Botschafter nannte nun die verschiedenen Klassen und Anzahl derer die an Bord seien. Die mit den drei meisten haben ein extra Präsent erhalten mit obligatorischem Foto. Als dieser Teil vorbei war, kam nochmal der Captain und sang "Take my breath away", und das nicht schlecht. Sicher mit TopGun kann man es nicht vergleichen, aber einen singenden Captain hatten wir auch noch nicht.

Am Rande bemerkt, der Name der Oasis4, Symphony of the Seas, wurde bestätigt, und ab morgen könnte man schon im Voraus reservieren.

Mit einer Runde über das Pooldeck im warmen Wind beendeten wir diesen Tag. Allerdings haben wir zurück auf der Kabine noch den Balkon benutzt, weil es noch sehr lauschig war.

 

 

03.03.2017 Seetag

Sehr träge kommt man in die Gänge, das Frühstück half ein bisschen weiter. Vormittags ist die Fragestunde des Captains, die wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. War auch sehr aufschlussreich, und man erfuhr, dass wir nicht ganz voll sind, knapp 2200 Passagiere sind an Bord. Ebenso im Masquerade Theater, im Anschluss, wurden noch Ausflugsmöglichkeiten von Abu Dhabi und Dubai gezeigt, und wertvolle Tipps in den jeweiligen Metropolen genannt. Zurück auf der Kabine, wo der Balkon nun vollends in der Sonne lag, dies sich aber kurz vor 14 Uhr, als wir die Strasse von Hormus passierten, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, schlagartig änderte. Nun waren wir wieder im Schatten, was aber bei über 30° auch noch keine Wohlfühltemperatur war.

So verging dieser Seetag wie im Fluge, genügend Schiffe gab es zu sehen, nur Fische haben wir keine gesichtet. Am frühen Abend, nach einem Cappuccino Caramel, holten wir unsere Pässe wieder ab, die brauchen wir ja morgen. Etwas früher als sonst, ging es auch zum Abendessen, denn es war im Centrum ein Crew Singen. Hier trugen vier Crewmitglieder ihre besten Songs vor, darunter der Captain. Da taten sich enorme und stimmgewaltige Interpreten hervor, am Nachmittag noch hinter der Café Bar, jetzt als Showtalent. Zum Schluss alle Miteinander "We are the World", da bebte förmlich das Centrum, dieser Mittelpunkt des Schiffes.

Nach einigen Kreuzfahrten und Showpremieren, war dies ein Highlight sondersgleichen.

Mit etwas über 10 Knoten fuhren wir nach Abu Dhabi, die See extrem ruhig, kaum Wind, glitten wir dahin. Gut geschmiert könnte man sagen, denn den ganzen Tag über tauchte ein mehr oder weniger grosser Teppich auf, rötlich schimmernd, manchmal auch grün bräunlich. Auf alle Fälle, es war nicht schön anzuschauen.

 

 

04.03.2017 08:00 - 20:00 Abu Dhabi, VAE

Gestern Abend mussten wir noch unsere Reisepässe abholen, denn heute muss jeder zum Face-Check, ob man von Bord geht oder nicht.

Also nach dem Frühstück, reisefertig gemacht und runter, diesmal ins Deck 2. Rein in den Terminal, Reisepass vorgezeigt, mit einem "Willkommen in Abu Dhabi" begrüßt worden, danach wurde der Pass einbehalten und wir haben nur einen Button auf unsere Bordkarten bekommen.

Auf dem Programm stand, Fahrt in die Marina Mall mit einem Taxi. Da wir dazu erst mit dem Shuttlebus zum Portausgang fahren müssen, entstand ein kleines Missverständnis. Der Shuttlebus fuhr weiter zur WTC-Mall. Egal das Wetter war etwas bewölkt, vereinzelt sogar Regentropfen, und das Emirates Palace war mit Kränen umgeben. Mit toller Aussicht wäre es nix geworden. So sind wir durch die WTC-Mall und den angrenzenden Souk. War nettes Alternativprogramm, aber sonst ist diese Mall keinen Besuch wert. Die meisten Läden standen leer, das was noch da war, ist nicht der Rede wert. Einzig beeindruckt hat uns der Laden von Tchibo, sehr groß, alles da, von Ostern über Halloween bis Weihnachten.

Noch kurz durch den Souk, da war etwas mehr los. Dann sind wir wieder zurück zum Schiff gefahren.

Jetzt in der Mittagszeit ist es deutlich schwüler geworden, da empfanden wir die klimatisierte Halle des Terminals als wohltuend. Beim Sicherheitscheck wurde zwischen Mann und Frau getrennt, das haben nicht alle auf Anhieb erkannt, darum etwas hin und her Gerenne.

Erstmal im Centrum beim Latte-Tude an das Bordklima angepasst und ausgeruht, bevor es zurück zur Kabine ging.

Am späten Nachmittag, wir lagen auf dem Balkon, hörten wir wie die Notstromaggregate anliefen, mit lautem Geräusch und ein paar Rauchwolken. Sofort gingen wir in die Kabine, wo die Klimaanlage nicht mehr lief, und das Licht funktionierte auch nicht mehr. Es dauerte etwas bis der Captain sich um Aufklärung bemühte. Ein Blackout war schuld an dem ganzen, es werde etwas dauern bis die Systeme resetet sind und neu gestartet werden. Es kam danach noch eine Durchsage, die hörten wir in der Kabine aber nicht, darum gingen wir raus, vor uns Centrum, da bemerkten wir, dass ein Teil der Fahrstühle noch funktionierte. Weitere Durchsagen kamen nicht mehr, also wieder zurück zur Kabine, um uns für den Abend aufzuhübschen. Pech gehabt, es lief immer noch kein Wasser. Nach dann eben nicht. Ungewaschen, und mit einer gewissen Ungewissheit sind wir zum Abendessen. Kurz vor dem ablegen, meldete sich der Captain nochmals, dass jetzt wieder alles in Ordnung ist und er bedankte sich für das Verständnis. 

Im Centrum ein Tanzwettbewerb, mit den Offizieren, der sehr schwungvoll war. Jetzt waren wir ja schon wieder unterwegs in Richtung Dubai, mit 7 Knoten tuckerten wir langsam dahin.

Dubai erreichen wir morgen früh, dies war unsere letzte Hafenausfahrt auf dieser Reise.

 

 

05.03.2017 08:00 Dubai, VAE

Wieder morgens den Reisepass abholen, denn wir haben noch einen gebuchten Ausflug vor uns. Nach dem Frühstück holten wir diesen, und machten uns fertig für den Landgang. Treffpunkt war diesmal draussen in der Wartehalle. Wieder waren alle pünktlich da, und es ging zum Bus, mit unserer Reiseführerin. Zuerst zum Strand vor dem Burj al Arab, um schöne Fotos zu schießen.

Weiter durch das morgendliche Dubai, das heute sogar mit kleinen Regenschauern aufwartete, zu der Palmeninsel The Palm.

Unterwegs wurde uns viel erklärt, über Land und Leute, aber auch zu den verschiedenen Gebäuden und Projekten dieser Stadt.

 

Wendepunkt war das Hotel Atlantis, von hier ging es in die Mall of Emirates, hatten dort etwas freie Zeit, um Ski Dubai zu fotografieren, oder etwas Shoppen. Da wir aber vor ein paar Jahren schon Mal dort waren, nutzten wir die Zeit anderweitig. Jetzt brachte uns die gute Frau zur Dubai Mall, und dem danebenliegenden Burj Khalifa mit der Fontäne. Hier wurde als Treffpunkt die kleine Brücke zum Souk Al Bahar vereinbart.

 

Freie Zeit bis dahin, rund 75min. Wir schlenderten durch die Mall, ohne was Bestimmtes zu suchen, oder kaufen zu wollen. Endlich kurz vor 13 Uhr, alle am Platz. Nun gab uns die Fontäne noch ein kleines Schauspiel, die Reiseführerin erklärte uns, dass fast jeden Tag um diese Zeit, ein kleiner Testlauf gemacht wird, damit dann abends alles funktioniere.

Normalerweise ist die Fontäne nur von 18 bis 22 Uhr in Betrieb.

Danach gingen alle durch die Mall, um zum Parkplatz des Busses zu gelangen, und wir fuhren wieder zurück.

Es war ein interessanter Ausflug, der uns einiges nahe brachte, leider übertrieb die Reiseführerin oft masslos, und ganz oft hörte man den Ausdruck „Famous“ oder „Most Famous“, da sollte man schon die Kirche im Dorf lassen.

Egal, als einer der ersten Busse zurück, hatten wir auch keine Wartezeit um wieder auf die Vision of the Seas zu gelangen.

Rauf ins Windjammer, um verlorene Kalorien wieder wett zu machen. Als Nachspeise wurden auch noch verschiedene Schokoladentorten angeboten, da man nicht alle essen könnte, viel die Auswahl und das Nein sagen schwer.

Das Abendprogramm bestand bei uns daraus, die Koffer zu packen. Diese Prozedur bereitet normalerweise immer etwas Schwierigkeiten, diesmal durfte die Kofferwaage zuhause bleiben, denn die 30 kg pro Koffer könnten wir nicht erreichen.

 

Trotzdem hatten wir wieder einmal viel zu viel dabei. Auf Souvenirs haben wir verzichtet, nur die Duty Free Artikel für liebe Freunde, nehmen jetzt viel Platz weg. Wir wollen ja alles gut nach Hause bringen. Kurz um, alles drin, alles zu, und raus vor die Tür.

 

 

06.03.2017 Dubai, VAE

Unsere Zeit zum Verlassen des Schiffes wurde auf 8:30 Uhr festgesetzt. Also zeitiges Aufstehen und ein letztes Frühstück im Windjammer, letztmaliges sortieren der Reisepapiere, und wir gingen zum Sammelpunkt, dem Masquerade Theater. 

Es war schon gut besetzt, aber pünktlich um die vereinbarte Uhrzeit wurden wir aufgerufen. Also raus aus der Vision of the Seas, ein letztes Mal die Sea Pass Card vorgezeigt und das Handgepäck durch den Scanner, dann die Koffer suchen, hier wurde nach zugeteilter Nummer sortiert. Ab damit und raus zu den Transferbussen, auch diese waren mit den Ausgangsnummern versehen, und wir kamen gleich mit.

Die Fahrt zum Flughafen dauerte dann doch etwas länger, da wir im Berufsverkehr und den vielen Baustellen, ja Dubai baut nicht nur Wolkenkratzer oder Malls, sondern auch Straßen, aufgehalten worden sind.

Ankunft im Terminal 1, hier sind nicht viele ausgestiegen, aber unser Koffer stand auf einmal auf der Straße. Nichts wie raus, in einem Sprachenwirrwarr konnte ich mich gerade noch verständlich machen, das dieser Koffer wieder mit musste. Er wurde auch wieder eingeladen. Weiter ging die Fahrt zum Terminal 3, unser Ziel. Beide Koffer wieder raus und rein in den klimatisierten Flughafen. Die einzelnen kleinen Regenschauer haben es auch heute wieder schwülwarm gemacht. Durch nette kleine Helferlein weitergeleitet zum richtigen Check In, noch nicht viel los hier.

Auch die Ausweis und Sicherheitskontrolle schnell passiert, mussten wir sagenhafte 2 Minuten lang auf den Zug warten. Das erschien wie eine halbe Ewigkeit. Mit der Fahrt aber zu dem passenden Gate, ging alles wieder sehr schnell. Dass hier die Wege etwas länger sind, die man zurücklegen muss, war uns schon bekannt. Zuerst ein Plätzchen nahe des Abfluggate gesucht und dann die weiteren Wege erkundet. Zu den wichtigen Plätzen, Zeit hatten wir ja genug, wir waren etwa um 10 Uhr vor Ort, um 16 Uhr geht aber erst der Flieger. Normalerweise, aber es wurde noch gewartet auf spezielle Gäste, mit speziell meine ich, daß es vermutlich Familienmitglieder der Herrscherfamilie waren. Da sie direkt ins Upper-Deck einstiegen, konnten wir erst in München wieder einen Blick erhaschen, da wartete schon ein Konsulatsangehöriger auf sie.

 

 

 

 

 

Fazit:

Trotz ungemütlichen Flugzeiten und Verzögerungen wurde die An- und Abreise gut abgewickelt. Über eine Riesensuite in toller exponierter Lage freuten wir uns sehr,

daher genossen wir diese Woche, die wie immer viel zu schnell verging, bei bestem Wetter. Nebenbei haben wir auch mit den übrigen Gästen keinerlei Probleme gehabt und mussten keine Störungen erdulden, bis auf den Blackout, der gleich wieder vorbei war. Land und Leute waren sehr interessant und wir waren erstaunt wie die Städte wachsen und unterschiedlicher kaum sein könnten.

Kurz und Gut – Jederzeit wieder!