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Reisebericht ~ AIDAstella ~ Orient ab Dubai ~ 2018

 

Kreuzfahrt von Freitag, 26.01.2018 bis Freitag, 02.02.2018 inklusive

- Hin- und Rückflug, Economy Class

- Bustransfers

- Einzelporträt-Shooting und 1 Foto

- Vollpension mit Getränken

 

Wie alles begann...

Mein Bruder (noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff) machte mich Ende August darauf aufmerksam und wollte meinen Rat. Er hatte diese Reise in einer Zeitungsbeilage entdeckt und wollte nun wissen, ob dies ein fairer Preis sei, und ob diese Route und dieser Zeitpunkt gut seien, um einmal ein Kreuzfahrtschiff zu testen.

Da ich mit nunmehr 19 Kreuzfahrten sicher nicht zu den "alten Hasen" gehöre, aber dennoch schon einiges gesehen habe, konnte ich diese Reise aus folgenden Gründen nur empfehlen.

A) Zu Beginn, immer ein deutschsprachiges Schiff wählen, damit man einmal die ganze Prozedur Drumherum auch versteht.

 

B) Eine Route, die zu 97% in ruhigen Gewässer verläuft, hier kann man testen, wird man Seekrank - oder bildet man es sich nur ein...

 

C) Der Orient im Januar ist absolut top, nicht zu heiss um diverse Unternehmungen durchzuführen, aber doch warm genug, um auch die Sonnenanbeter zu befriedigen.

 

Kaum hatte ich meine Empfehlung ausgesprochen, so kam schon die Frage "Kommt Ihr mit?". Obwohl wir schon 2017, im Februar fast die gleiche Route mit der Vision of the Seas befahren haben, zögerten wir keine Sekunde und stimmten zu.

Knapp eine Woche später hatten wir noch die beiden anderen Familienmitglieder und Ihre Partner befragt, die nach kurzer Überlegung dann auch zustimmten.

Somit konnte Anfang September gebucht werden.

Da ich mich bereit erklärte diese Mega-Buchung, im Wert eines Kleinwagens zu tätigen, entschieden wir uns für die Buchung im Reisebüro. Hier wurde nach ein paar Telefongesprächen alles geklärt, da es sich nicht um eine Buchung direkt bei AIDA-Cruises handelte, sondern bei Seetours, einem Tochterunternehmen von AIDA.

Mir oblag nun die Eigenschaft, von allen die Daten der Reisepässe zu sammeln, dann wurde gebucht.

Im Reisebüro wurden die Namen und Daten alle telefonisch übermittelt, und abgeglichen, da bei vielen mehrere Vornamen, die auch zum Angeben waren, wir dies fehlerfrei durchführen wollten.

Danach war die Buchung fix.

Eine Balkonkabine VARIO inklusive Flügen und Transfers für jedes Paar sollte es sein. Zusätzlich ein Fotoshooting. Die Kabinennummern wurden noch nicht mitgeteilt, bei den Flügen wurden immerhin schon Andeutungen gemacht, es werde sich um einen Linienflug Nonstop handeln.

 

Dies würde bedeuten, ein Flug mit Emirates und dem A380-800, ein weiteres Highlight dieser Reise.

Komisch war nur, dass uns gesagt wurde, Flugnummern kann man uns noch nicht mitteilen, aber es sind nur noch 23 Plätze frei...?!?

Dies sollte nicht die einzige Merkwürdigkeit bleiben.

Bestätigung und Rechnung kamen postwendend, und die Anzahlung wurde sofort bezahlt.

Über mögliche Ausflüge wurden mehrere Gespräche untereinander geführt, und von mir schon einmal eine grobe Vorsortierung vorgenommen. Nachdem jeder seine Vorlieben und "must-see" mitgeteilt hatte, ist noch einmal sortiert und zusammengefasst worden, was vernünftig wäre, und was man besser lassen sollte.

 

Ende Oktober wurde endlich die Flugnummer für den Hinflug bekannt gegeben, dieser Flug (mit Emirates) geht über Nacht, so dass wir im Morgengrauen in Dubai landen werden.

Auf meine Nachfrage und die vom Reisebüro erhielten wir die Aussage, eine Sitzplatzreservierung sei kostenlos nicht möglich, sondern nur bei AIDA zu tätigen, die 30,- EUR pro Person und Strecke dafür verlangen würden.

Möglich wäre dies aber erst 14 Tage vor Abflug. Eine Herausgabe der Buchungsnummer für den Flug wurde verweigert, da es sich um eine Gruppenbuchung handelte, und wir sonst alle Mitreisenden sehen würden (2.Merkwürdigkeit).

Emirates verweigerte auch diese Buchungsnummer, da sie von AIDA noch gar keine Daten über mögliche Passagiere hätten (3.Merkwürdigkeit).

 

Anfang November kam dann die Flugnummer für den Rückflug, dieser würde am Morgen in Dubai starten, mittags sei man dann wieder in München.

Das Reisebüro hat mittlerweile bei Emirates nochmals angefragt, und uns den Tipp gegeben, alle 8 sollten sich eine Vielfliegernummer von der Fluglinie zulegen, dann könne man 14 Tage vorher versuchen, die Sitzplätze kostenlos zu reservieren.

Nichts einfacher als das, da ich sowieso schon eine Skywards Nummer hatte, dieser kann man noch bis zu 8 Personen hinzufügen (Verwandte inklusive Dienstmädchen...). Gesagt getan, alle mit aufgenommen, mal sehen ob es was bringt.

 

Mitte November haben wir uns erneut getroffen, und ich habe alle über die neuen Fakten informiert. Gleichzeitig haben wir die möglichen Ausflüge diskutiert, wobei hier eigentlich Einigkeit herrschte, gebucht wurde aber nur ein erster Ausflug in Muscat, die anderen werden auf dem Schiff gebucht, je nach körperlicher Verfassung und Wetterlage.

Einzig ein Sushi-Abend wurde noch mitgebucht, für die Hälfte der Reisenden, die Sushi lieben, oder einmal probieren wollten. Die andere Hälfte wird an diesem Abend vermutlich das Brauhaus unsicher machen.

Buchung eines Ausfluges für 8 Personen ist sehr einfach, einfach alle Häkchen drin lassen, und schon sind alle mit dabei.

Bei dem Sushi-Abend dagegen musste jeder einzeln gebucht werden, etwas umständlich und auch nicht ganz verständlich.

Über Einzelgespräche mit den verschiedenen Paaren, wurden weitere Unklarheiten beseitigt und etliche Fragen beantwortet. Mit Bildern aus unserem ersten Dubai-Urlaub 2014 konnte man jedem einen gewissen Einblick verschaffen, wie es um die Örtlichkeiten steht, und was uns erwarten kann.

Anfang Dezember war es dann soweit, AIDA-Cruises teilte uns die Kabinennummern mit, alle auf Deck 7 in guter Lage. Da haben wir diesmal Glück gehabt, hoffentlich klappt es mit der Sitzplatzreservierung bei Emirates genauso gut.

Kurz vor Weihnachten noch einmal ein informatives Treffen, nachdem die Restzahlung getätigt worden ist. Nun steht so gut wie nichts mehr im Wege...

​Hier wurde ein, fast minutiös, ausgearbeiteter Reiseverlauf diskutiert, wobei aber viele Zeiten Richtzeiten sind, und überhaupt sollte man eine Kreuzfahrt geniessen und nicht einem straffen Zeitmanagement unterlegen.

Meinerseits nur die Anmerkung hierzu, "Erstens kommt es anders, und Zweitens als man denkt."

 

Wenige Tage nach der Überweisung der Restzahlung, ist die Bestätigung von AIDA gekommen, und noch ein paar Tage später, schon die Nachricht, dass die Unterlagen abholbereit im Reisebüro sind.

Diese wurden von mir, nach gemeinsamer Durchsicht und Kontrolle, dort auch abgeholt.

Leider immer noch keine Ticketnummern, aber Mitte Januar sollte uns diese AIDA-Cruises mitteilen, so machte uns das Reisebüro erneut Hoffnung. Die Unterlagen wurden mit den entsprechenden Hinweisen verteilt, und auf das Treffen im Januar hingewiesen.

Im Januar gab es wenige Tage vor der Abfahrt noch ein finales Treffen, wo auch die Flug-Unterlagen von AIDA schon vorliegen sollten.

Ob wir dann auch schon kostenlos die Sitzplätze bekommen haben, stand noch in den Sternen. Wenn nicht, dann bleiben uns nur noch die 48 Stunden um vorher Online einzuchecken, oder einfach früh genug am Flughafen zu sein, um noch einigermassen gute Sitzplätze zu bekommen.

Da AIDA-Cruises bei den Sitzplätzen mitverdienen will, ist diese Buchungspraktik zu verstehen, aber alles andere als Kundenfreundlich.

 

Eine Woche vor der Reise steht nun alles fest, die Flugticketnummern hat uns AIDA-Cruises zwar mitgeteilt, aber die Buchungsnummer selbst bleibt ein Geheimnis. Selbst Emirates darf diese nicht preisgeben.

Somit fällt auch ein möglicher Online Check-In flach, es bleibt nur noch die Möglichkeit gute Sitzplätze zu ergattern, ein frühzeitiges Erscheinen am Terminal in MUC vorausgesetzt.

Da bisher alles so glatt gelaufen ist, habe ich auch hier keinerlei (oder nur sehr wenig) Bedenken.

 

Wenige Tage vorher, das letzte Treffen mit letzten Informationen und Fragen. Bezüglich des Ablaufes haben wir nichts mehr geändert, da zwar in den nächsten Tagen viel Schnee angesagt ist, aber am Abflugtag dieser wieder weggetaut sein sollte.

Endlich ist der grosse Tag gekommen, mit 2°C und leichten Nebel beginnt dieser. Der Nebel verzieht sich aber, und bei fast 10°C und Sonnenschein vergeht der Vormittag wie im Fluge.

Die Koffer wurden nochmalig sortiert und Reisefertig gepackt, alle nötigen (und manchmal auch unnötigen) Dinge wurden verstaut. Wir haben fertig.

 

Pünktlich, sogar überpünktlich waren alle da, und wir konnten starten. Für den ein oder anderen ist dies ein kleines Abenteuer, aber alles halb so wild.

Nach problemloser Fahrt, parkten wir die Autos bei einem Parkplatz mit Shuttleservice in der Nähe des Flughafens. Dieser brachte uns nach MUC zum richtigen Abflugsektor.

Natürlich sind wir viel zu früh am Terminal, und beim Check In, hier waren wir die ersten, danach gesellten sich aber immer mehr und mehr dazu.

Langsam kam Bewegung in die Sache, die Mitarbeiter haben sogar schon vor der angekündigten Zeit ihren Betrieb aufgenommen und wir schritten vor.

Vorab hatte ich alle Teilnehmer und deren Ticketnummern sowie den Vielfliegernummern extra zusammengestellt, diesen Zettel legte ich mit vor. Die nette Dame erklärte uns, dass von AIDA unsere Sitzplätze bereits ausgewiesen wurden. So kam es, dass wir bei dem A380 fast eine ganze Reihe für uns hatten.

Mit dem guten Gefühl, alles passt, und es geht seinen richtigen Weg, warteten wir nach Durchlaufen der Sicherheitskontrolle auf das Boarding.

Dieses verzögerte sich allerdings um 20 Minuten, bis es dann soweit war. Die 452 Passagiere (430 Eco, 15 Business, 7 First) fanden schnell ihren Platz, aber dann wieder eine kleine Wartezeit bis wir zum Start rollten. Davor aber noch zum Enteisen der Maschine. Jetzt konnten wir endlich abheben in den Nachthimmel.

 

Tag 1 Dubai – Freitag 26.01.2018

Ein ruhiger Flug mit sehr guter Bordverpflegung liess die Nacht (nicht nur sprichwörtlich) wie im Fluge vergehen. Leider konnten wir in Dubai nicht gleich landen, somit waren ein paar Ehrenrunden fällig. Das war ärgerlich, aber machen kann man da nichts, und früher aussteigen geht auch nicht.

Am Flughafen dann wieder Passkontrolle, wo wir, erwartungsgemäss nicht die einzigen waren. Auf die Koffer mussten wir fast genauso lange warten, dann aber raus aus der Ankunftshalle und weiter zum Transfer Agenten.

Bis sich diese dann auf einen Bus einigen konnten, verging wieder einige Zeit, dann aber fuhren auch wir endlich los in Richtung Schiff.

 

Für uns ungewohnt, der CheckIn. Zuerst den Gesundheitsfragebogen abgegeben, dann zu einer Mitarbeiterin, die die Fotos machte, und die CheckIn Daten abglich. Nochmals weiter zu der nächsten Mitarbeiterin, diese händigte uns dann die Bordkarten aus.

Beim Vergleich von 4 Kabinen, wurde jedem etwas anderes mitgeteilt, was die Öffnungszeiten der Restaurants angeht. Uns wurde hier gar nichts gesagt, auch die Mitteilung, dass der Reisepass bis zum Ende der Reise behalten wird, ist auf Nachfrage widerrufen worden. In Abu Dhabi sollten wir ihn wieder bekommen. Über eine gewisse Kompetenz der Mitarbeiter kann man sich streiten.

 

Im Bella Donna angekommen, stärkten wir uns erstmal mit einer Mischung aus kräftigen Frühstück und leichtem Mittagessen.

Schon vor der genannten Zeit (13 Uhr) waren die Kabinen beziehbar, auch der erste Koffer tauchte schnell auf. Trotzdem war jetzt Siesta angesagt, da die Strapazen für alle doch sehr hoch gewesen sind.

Um 15 Uhr wollten wir uns zum Kaffee treffen. Fast alle da, so arbeiteten wir eine Strategie für den weiteren Verlauf des Tages aus.

Mit dem Taxi für 6 Personen ging es los zur Dubai Mall. Da für Dubai noch nicht viel Verkehr herrschte, waren wir auch schnell dort. Fahrpreis 65 AED, war für uns akzeptabel.

Nun in der Mall, machten wir noch einen Treffpunkt aus, um dann miteinander die Fontänenshow zu sehen.

Im Grossen und Ganzen blieben wir aber meistens beieinander, und erreichten gemeinsam, kurz vor 18 Uhr den Burj Khalifa und das Fontänenbecken.

Noch in der Abendsonne startete die erste Vorführung dieser tanzenden Wassersäulen, und eine halbe Stunde später sahen wir auch noch die zweite, mit Lightshow am Burj Khalifa. Zurück wieder mit dem Taxi, wobei diesmal nur 60 AED fällig gewesen sind, weil uns der Fahrer fragte, was wir für die Hinfahrt bezahlt haben, und wir ihm diese Summe genannt haben. Er war auch sofort einverstanden damit.

Mit wiederbetreten des Schiffes endete dieser lange gemeinsame Tag noch nicht. Ein Abendessen im Bella Donna gehörte noch dazu, dann ist aber endlich Schluss, und wir gingen in die Kabinen.

 

Tag 2 Dubai – Samstag 27.01.2018 Abfahrt 11:00 Uhr

Wo der Tag endete, da begannen wir diesen auch wieder. Im Bella Donna mit einem ausgiebigen Frühstück, danach zum Auslaufen auf das Oberdeck.

Im East Restaurant bestätigten wir unseren Sushi Abend. Von der Rezeption bekam ich auch noch die genaue Anleitung um ins Internet zu kommen, dies steht nämlich nirgends beschrieben, hat auch die freundliche Dame zugeben müssen. Teile der Anleitung laufen im Videokanal, aber wer hat schon Zeit sich diesen anzusehen…

Im Laufe des Tages noch einmal das Theatrium aufgesucht, da hier eine Vorstellung der Ausflüge von Abu Dhabi stattfand.

Alle fühlten sich fit, um einen weiteren Ausflug zu bestreiten. Am Ausflugscounter buchten wir diesen dann auch gleich. Vorgesehen war ABU09 sowieso, vorab online hätten wir diesen Ausflug allerdings etwas günstiger haben können.

Abendessen gestaltete sich zuerst kompliziert, aber schließlich bekamen wir einen Tisch für 8 im Bella Donna, später dann noch im Markt Restaurant.

 

Tag 3 Muscat – Sonntag 28.01.2018 Ankunft 8:00 Uhr Abfahrt 19:00 Uhr

An diesem sehr warmen Morgen frühstückten wir im Markt Restaurant, da unser erster gebuchter Ausflug bevorstand. Mit Mystisches Muscat sollten wir die gleichen Ziele erreichen, wie vor einem Jahr.

Als Treffpunkt war angegeben, um 8:00 Uhr vor den Bussen.

Wir waren pünktlich da, nur keine Busse. Es dauerte etwas, bis sich jemand von AIDA bequemte, auch uns, und viele andere, immerhin fuhren 9 Busse diese Tour, zu informieren.

Die Busfahrer durften nicht rein, da die dafür notwendigen Unterlagen fehlten. Eine knappe Stunde warteten wir, bis endlich der erste Bus auftauchte.

Aber auch nachdem wir eingestiegen sind, ging es noch nicht los. Es wurde noch ein Tourguide gesucht. Als dann ein Praktikant vom Ausflugsteam sich bereit erklärte, bis zur Hafeneinfahrt mitzufahren, dort sollte unser Guide dann zusteigen und übernehmen.

Eine Frau stieg zwar zu, und unser Praktikant wurde befördert zum Tourguide, zumindest zum Übersetzer.

Das Mikrofon war nur mit extremen Nachhall zu hören, so fuhren wir los. Sie erzählte über Land und Leute in Englisch, und unser Tourguide, Norbert ein Österreicher, las aus seinem Ordner. Eine eins zu eins Übersetzung fand leider nicht statt.

Leider hat der gute Mann schlecht recherchiert, und uns auch falsche Daten genannt, das aber die meisten nicht bemerkten, also weiter zur Moschee.

 

Nach dem begutachten der Kleidung konnten wir eintreten, in den weitläufigen Garten des Areals.

Etwas kreuz und quer ging die Tour weiter bis zur Moschee. Diese durchschritten wir in neuer Rekordzeit, und Schwupps waren wir wieder draussen. Nach dem Schuhe suchen, und einer Toilettenpause verliessen wir dieses prächtige Bauwerk.

Der Weg führte uns nun zum Souq. Dort angekommen, wurden uns gnadenlose 30 Minuten zu einer Besichtigung Zeit gegeben. Nach nur kurzer Fahrt, der nächste Stopp, das Museum. Wir selbst liessen dies links liegen, und besuchten dafür den gut klimatisierten Shop. Nicht um etwas einzukaufen, sondern abzukühlen.

Beim letzten Halt, dem Palast des Sultans, stiegen wir aus dem Bus gar nicht mehr aus, da die vielen Busse vor uns, einen kurzen Weg unmöglich machten. Danach aber, mit 1,5 Stunden Verspätung erreichten wir das Schiff. Abgekämpft und durchgeschwitzt betraten wir die AIDAstella mit nur einem Ziel, schnell und viel zu trinken. Das East Restaurant war unser Anlaufpunkt, dass aber nur noch eine halbe Stunde geöffnet war.

Es reichte dennoch, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, sogar noch um einen Happen zu Essen.

Beim Abendessen im Markt Restaurant waren die Strapazen des Tages schon vergessen. Da dieses in der ersten Essenssitzung bereits früh seine Pforten schloss, wurde die Terrasse des East Restaurants zu einer weiteren Zusammenkunft genutzt.

Um 21.30 Uhr startete das Alpenglühen auf dem Pooldeck. Diese Party mit halbbayerischem Hintergrund haben wir schon Mal mitgemacht, und konnten so unsere Mitreisenden über den Ablauf informieren. Es dauerte auch nicht lange, bis das beliebte Spiel "Nageln" begann, und für die erste Runde Teilnehmer gesucht wurden.

Mehr oder weniger erfolgreich schlugen sich 2 Teilnehmer aus unserer Reisegruppe, zumindest mussten sie keine Runde bezahlen. Anschließend noch mehrere Schunkellieder mitgesungen, da die Stimmung prächtig, und es noch warm an Deck war.

Kurz vor Mitternacht trennten wir uns, und gingen müde und zufrieden zu Bett.

 

Tag 4 Abu Dhabi – Montag 29.01.2018 Ankunft 20:00 Uhr

Gegen 4 Uhr wurden wir durch lautes Pfeifen geweckt, der Wind machte diese Geräusche, in Verbindung mit unserer Balkontür. Ein kurzer Blick auf die im Bord-TV abgebildete Seekarte, zeigte uns, wir befanden uns an der Engstelle in der Strasse von Hormus. Auch der Wellengang ist im Vergleich zu den letzten Tagen enorm grösser geworden.

Ich dachte mir nur, hoffentlich ist es nicht zu schlimm für die anderen.

Beim Frühstück im Markt Restaurant, der Seegang hatte schon deutlich nachgelassen, waren alle vollzählig und jeder hat dort ausreichend gegessen. Dies ist sehr wichtig, in einer solchen Situation.

Ich empfahl auch jedem, genügend frische Luft zu tanken, dies erleichtert einiges.

Bei der Ausflugsvorstellung für Bahrain, waren wir nur noch zu sechst. Zu viert wollten wir dann einen Halbtagesausflug buchen, der wurde aber leider vor unserer Nase ausgebucht.

Übrig wäre nur ein Ganztägiger Ausflug gewesen, den wollten wir aber nicht. Mit dem Taxi ist es vermutlich zu unsicher, also werden wir dort an Bord bleiben.

Für genügend Gesprächsstoff sorgte auch die bevorstehende Kontrolle in Abu Dhabi. Hier sollten wir unseren Reisepass abholen, durch den Facecheck, und wieder abgeben.

Zeitlich würde dies genau in unser gebuchtes Sushi Essen fallen. Also haben wir als erstes das Essen um einen Tag verschoben, das war dem Restaurantleiter auch ganz recht.

Beim gemeinsamen Mittagessen im Bella Donna klärten wir alle darüber auf, kurz darauf verabschiedete sich eine Teilnehmerin, es war Ihr immer noch nicht so ganz gut.

Das Schiff drosselte die Fahrt, und Wind und Wellen wurden von Stunde zu Stunde weniger.

Bis zum Abendessen im Bella Donna war wieder alles klar Schiff.

Vorher allerdings, mussten wir unseren Reisepass an der AIDA Bar abholen und in Abu Dhabi in das Hafengebäude zum Facecheck gehen. Dies dauerte nicht lange, ist aber lästig. Muss auch neu sein, da es letztes Jahr bei uns noch nicht war.

Nach dem Abendessen nochmal in die AIDA Bar, die war sehr voll, am Musikprogramm kann es nicht gelegen haben, dies lockt keinen unter dem Teppich hervor. Es dauerte auch einige Zeit, bis sich jemand uns widmete.

 

Tag 5 Abu Dhabi – Dienstag 30.01.2018 Abfahrt 17:00 Uhr

Heute wieder frühes Aufstehen und kurzes Frühstück im Markt Restaurant, denn es stand unser zweiter Ausflug (ABU09 Fahrt mit traditioneller Dhau & Shopping) auf dem Plan.

Punkt 8 Uhr ging es los. Unser Guide diesmal, ein Ägypter, der hier wohnt und sehr gut deutsch sprach.

Zuerst nur eine kleine Fahrt zum Fischmarkt, durch den wir geführt wurden. Mit einer weiteren Fahrt über die Corniche, ging es zu einer Dhau. Hier stand eine kurze Fahrt mit dieser auf dem Plan, nur kurz raus, der Skyline von Abu Dhabi entlang. Das Wetter war ideal, nicht zu heiß und nicht zu kalt. So nebenbei konnten wir einige Kunstflieger bei ihren Übungsrunden für das Red Bull Air Race, das 3 Tage später stattfand, beobachten. Der Kapitän der Dhau drehte diese dafür auch extra in eine gute Position.

Wieder angelegt, nur ein kurzer Weg zum Bus, der uns eigentlich nur eine Straße weiter brachte, zur Marina Mall, wo wir eine Stunde Zeit für Shopping oder ähnliches hatten.

Danach traten wir die Heimfahrt an, die uns diesmal am Emirates Palace aussen herum führte. Viele Informationen darüber und über das Land und die Stadt, auch im Vergleich zu Dubai, wurden uns offenbart, aber auch über problematische Angelegenheiten, wie die Politik allgemein.

Fazit des zweiten Ausflugs: Bei diesem Ausflug hat alles gepasst.

Dies war auch die Meinung meiner Mitreisenden, die ich beim anschließenden Mittagessen im Markt Restaurant befragte.

Am Abend hatten wir unseren Fototermin, jeder hatte einen Voucher für ein Einzelporträtshooting. Wir fragten nach, ab dies paarweise auch möglich ist, und ob ein Gruppenbild gemacht werden kann.

Dies war so möglich, also legten wir los.

Nachdem alle durch waren, teilte sich für das Abendessen unsere Gruppe, die eine Hälfte ging in das Bella Donna, die anderen probierten Sushi satt aus. Mit 24,90 Euro pro Person vorab online reserviert, ist der Preis gerechtfertigt, wenn auch an der oberen Grenze.

Zur Wahl standen 2 verschiedene Salate als Vorspeise, dann eine kleine Auswahl an verschiedenen Sushi Variationen. Danach konnte man bestellen, was einem am besten schmeckte. Zum Schluss gab es noch süßes Sushi, was aber diesmal nicht so gut war.

Um 20:30 Uhr trafen wir wieder zusammen, die anderen waren im Markt Restaurant, anstelle des geplanten Brauhauses, weil dort Shanty-Singen war, und gingen anschliessend miteinander dann in die Aida Bar.

 

Tag 6 Bahrain – Mittwoch 31.01.2018 Ankunft 8:00 Uhr Abfahrt 17:00 Uhr

Wieder eine Nacht mit viel Wind, die Temperatur ist auch merklich gesunken. Mit knapp 15°C am Morgen, ist der Unterschied doch eklatant.

Da wir für Bahrain keinen organisierten Ausflug mehr bekommen haben, selbst aber die 45 Minuten lange Fahrt mit dem Shuttle Bus nicht bewerkstelligen wollten. So kam es, dass wir einen Bord Tag einlegten.

Gut dem Duty Free Shop statteten wir schon einen Besuch ab. Hier wird neben BHD auch AED, Dollar, Pfund und sogar Euro genommen. Der Umrechnungskurs war sehr fair.

Mittags aber wieder im Markt Restaurant, nur zu einem kleinen Imbiss, nachmittags ab 15 Uhr nochmals zum Kaffee.

Nach dem Auslaufen mussten wir wieder die Reisepässe abholen, für den morgigen Facecheck in Dubai. Welchen Sinn das ganze haben soll, ist mir schleierhaft. Da kann man sich das Schiffsmanifest eigentlich sparen...

 

Die Prozedur hinter sich gebracht gingen wir in das Bella Donna.

Plötzlich, nach etwa einer Stunde Fahrt, kam die Meldung vom Kapitän, das an Bord ein Notfall ist, und wir deswegen nochmal nach Bahrain zurück fahren. Kurz danach wendete die AIDAstella und es ging wieder zurück. Ein Offizier erklärte mir, dass wir etwa 4 Stunden verlieren, den größten Teil aber wieder wettmachen, trotzdem aber mit Verspätung in Dubai ankommen. Im Hafen dann wurde der Notfall umgeladen, einige Gaffer haben es mit Ihrer Neugier so weit getrieben, das sogar der Kapitän eine Durchsage machte, dies zu unterlassen. Das Restaurant applaudierte, und diese unangenehmen Zeitgenossen waren sehr schnell wieder auf ihren Plätzen...

Mit fast 22 Knoten brausten wir durch die Nacht in Richtung Dubai, an Qatar vorbei. Auch an diesem Abend war die Aida Bar unsere letzte Station.

 

Tag 7 Dubai – Donnerstag 01.02.2018 Ankunft 11:00 Uhr

Mit einer Stunde Verspätung sind wir in Dubai eingetroffen. Das Schiff wurde freigegeben, und jeder wollte der erste sein, der draussen ist.

Bis zu Deck 7 staute sich die Schlange, darum gingen wir in die Kabine zurück und warteten noch etwas. 15 Minuten später gingen wir dann los, und hatten nur noch eine kurze Wartezeit.

Bei der Passkontrolle wieder den Reisepass abgegeben, am Abend können wir uns den dann erneut abholen.

Mit dem Taxi wollten wir wiederum zu sechst zur Dubai Mall fahren. Ein Taxi wurde uns auch schnell zugewiesen, alle stiegen schnell ein, da es etwas hektisch war, als allerdings der Fixpreis von 120 AED genannt wurde, intervenierten wir energisch, dass wir vor einer Woche viel weniger bezahlt haben. Der Taxifahrer blieb bei seinem Preis, und wir wollten wieder aussteigen. Am Shuttle Bus hielt er endlich an, und schrie uns noch hinterher, wir sollten doch mit dem Bus fahren...

Wir gingen wieder zurück und klagten der Security unser Leid. Der hatte Verständnis für uns, und rief uns gleich ein neues Taxi. Diesmal haben wir gleich den Preis ausgehandelt und für 70 AED einen viel besseres Ergebnis erzielt.

Besser ausgestattet als das letzte Mal, haben wir auch sofort das Dubai Aquarium gefunden, und fast pünktlich zur Mittagsvorstellung der Fontänenshow diese erreicht.

Kurz gewartet, und die 5 minütige Vorführung startete auch schon. Danach gingen wir in den daneben liegenden Souq Al Bahar, schlenderten durch diesen, bevor wir wieder zurück gingen in die Dubai Mall.

Noch einige Zeit verbrachten wir darin, bis wir alle zum Taxi Pick Up Stand gingen, und diesmal, sogar ohne Wartezeit, wurde uns sofort ein Taxi zugewiesen, der für die Fahrt 60 AED haben wollte.

Während der Fahrt hielten uns nur noch rote Ampeln auf, so waren wir kurz vor 15 Uhr bereits wieder auf dem Schiff.

Einstimmig entschlossen wir uns für einen Besuch des Brauhauses, hier liessen wir es uns mit Currywurst und Salat gut gehen. Allerdings ist die Currysauce sehr würzig, und so verlagerten wir unser Gelage in das East Restaurant, zu Kaffee und Kuchen.

Das Abendessen im Markt Restaurant, diesmal etwas früher, da ja die Koffer noch gepackt werden mussten.

Auch diese Aufgabe wurde von uns allen sehr gut gelöst.

 

Tag 8 Dubai – Freitag 02.02.2018

Fast mitten in der Nacht, um 3:30 Uhr schellte der Wecker. Das anschließend aufgesuchte Markt Restaurant, das einzige was offen hatte,  war total überfüllt, mehr Zeit als für eine Tasse Kaffee und ein Brot war nicht drin.

Ein Treffen nach der Kofferausgabe wurde noch vereinbart, dann begab sich jeder noch einmal auf die Kabine.

Ein letztes Mal die Bordkarte durchgezogen, und wir waren draussen. Die Koffer schnell gefunden, weiter zu den wartenden Bussen, und ab zum Flughafen. Noch kurz eine Information von einer Mitarbeiterin, ob alle auch zu Emirates wollen, und dann fuhr er los.

Ohne Klimaanlage beschlugen die Scheiben in rasantem Tempo. Der Fahrer schaltete kurz die Lüftung ein und öffnete seine Seitenscheibe, danach wieder zu und alles aus.

Diese Prozedur wiederholte sich mehrfach, bis wir endlich da waren.

Am Flughafen stieg ein Mitarbeiter ein, und bat uns sitzen zu bleiben, bis alle Koffer aus dem Bus ausgeräumt waren. Dann erst konnten wir raus aus dem schwülwarmen Bus und rein in den Terminal.

Mehrere Schalter waren geöffnet, so war die Wartezeit nicht lange, bis wir dran waren. Wir fragten nach einer Möglichkeit, um alle acht zusammen zu sitzen. Dies gelang ihm fast, zumindest alle in zwei Reihen verteilt. Ungewöhnlich, alle acht Koffer mussten nun auf eine Waage, gemeinsam gewogen und gelabelt verliessen sie uns.

Bei den Sicherheitskontrollen und diverse Sprengstofftests sicher durch, liessen wir uns am Abfluggate nieder.

Bis wir in das Abflugabteil durchgelassen wurden. Dann zum Boarding. Mit nur 4 Minuten Verspätung starteten wir in Richtung München. Nach einem sehr ruhigen Flug, landeten wir am sonnigen Münchner Flughafen. Dem langen Warten auf die Koffer folgte ein grosser Schreck.

Ein Koffer von uns war zerstört worden, zuerst sah es so aus, wie ein tiefer Kratzer, aber dann stellte sich heraus, es war ein richtiges Loch, etwa einen Zentimeter lang, der tiefe Kratzer selbst ca. zwölf Zentimeter. Also auf zur Suche nach einer passenden Stelle. Hier wurden kurz die Daten aufgenommen, und uns wurde der Hinweis gegeben, selbst nachzufragen, sollte sich nach einer Woche noch keiner gemeldet haben.

Telefonisch meldeten wir uns beim Shuttle-Dienst, und wurden auch gleich abgeholt. Die 1,5 stündige Heimfahrt stellte bei trockenem und sonnigem Wetter keine Herausforderung mehr dar.

 

 

 

 

 

Fazit der Reise:

Von der Buchung im September bis zur Ankunft wieder in MUC, obwohl es manchmal stressig war, wir haben es genossen, eine Woche sehr intensiv zusammen zu sein.

Einen Vergleich mit anderen Kreuzfahrtlinien werden wir öffentlich nicht anstellen, dafür sind andere da.

 

Zu guter letzt:

Unser Koffer wurde bewertet, und mit 7 Jahren auf dem Buckel haben wir dafür noch die Hälfte des eigentlichen Kaufpreises zugesprochen bekommen.

Über die Abwicklungsfirma wurde uns ein neuer Koffer, mit der gleichen Machart, und dem gleichen Material (CURV) zu einem günstigen Kaufpreis angeboten.

Dem stimmten wir zu, und dieser wurde uns dann per Paketboten geliefert. Das Ganze hat nicht einmal 4 Wochen gedauert, also auch hier gab es noch ein gutes Ende.