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 Rhapsody of the Seas 07.09. - 14.09.2019 Ab Venedig 7 Tage 


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07.09.2019 Abfahrt von Venedig - Italien

Bei knapp 15° Celsius und einer Fahrt im Regen zum Flughafen, wieder etwas Neues beim Einchecken. Jetzt muss an dem einen Automaten zuerst der Kofferanhänger ausgedruckt werden, diesen dann befestigen und weiter zum nächsten Automaten und die Koffer abgeben. Alles erledigt und den Sicherheitscheck gut vollbracht warteten wir auf das Boarding.

Das dauerte allerdings noch etwas, da der Flieger noch gar nicht da war. Mit gut 20 Minuten Verspätung ging es dann los und wir hoben ab, in den immer noch trüben Himmel. Nicht unerwähnt möchte ich natürlich den Aufruf des Bodenpersonals lassen, hier wurde per Durchsage verkündet, das der Flug überbucht sei, und deshalb Freiwillige gesucht werden, die vom Flug zurücktreten würden. Ob und wieviel gefunden wurden entzog sich jedoch unserer Kenntnis.

Wir waren auf alle Fälle mit dabei und sind nach 49 Minuten Flug in Venedig am Flughafen Marco Polo gelandet. Bei leicht bewölktem Himmel konnten wir die Lagunenstadt schon gut erkennen.


Fast genauso lange wie der Flug warteten wir auf das Gepäck, aber dann nix wie raus zu den emsigen Helfern von Royal Caribbean, die uns staffelweise begleiteten, bis zum Bus. Hier wird man nicht von A nach B geschickt und dort warten sie Mal, sondern es wird schon darauf geachtet, dass auch jeder dort ankommt.

Mit dem Bus knapp 20-25 Minuten Fahrt zum Hafen von Venedig, dort lag nicht nur die Rhapsody of the Seas, sondern auch die AIDAblu, die Marella Explorer 2, die MSC Sinfonia und die MSC Musica.

Schon beim Einchecken, diesmal keine Überholspur und deshalb knapp 5 Minuten gewartet... wurden wir schon auf eine Änderung des Zeitplans hingewiesen. Von  Venedig sollten wir erst um 21:30 Uhr rausfahren, als gut 4,5 Stunden später als geplant.

Es war jetzt schon kurz vor 14 Uhr, so konnten  wir auch schon auf die Kabine, wieder eine Juniorsuite am Heck des Schiffes.


 


Jetzt kam  mit dem Kabinensteward auch schon der erste Koffer, so konnten wir zum ersten Mittagessen gehen. Hier hörten wir, wie der Captain sich nochmals meldete und verkündete, dass wir doch noch etwas früher rausfahren dürfen. Es soll jetzt um 20:30 Uhr losgehen.

Dazwischen liegt aber noch Koffer auspacken und der Diamond Lounge einen Besuch abstatten und uns beim Concierge vorzustellen. Danach noch Abendessen im Windjammer Restaurant und los geht's, zu der zuletzt festgelegten Zeit.

Sonnenuntergang in Venedig


Schon fast stockdunkel sind wir an all den Sehenswürdigkeiten vorbeigefahren ohne diese richtig zu sehen. Das hatten wir uns anders vorgestellt.

Zumindest wurde uns dabei Andrea Botticelli vorgespielt,  wie passend.

 

08.09.2019 Dubrovnik - Kroatien

Nach einer verspäteten Abfahrt sollte natürlich auch eine verspätet e Ankunft in Dubrovnik stattfinden. Beim Frühstück noch ein kleiner Regenschauer, danach ab er nur noch leichte Bewölkung bei 26°. Erst um 13:30 Uhr trafen wir in Dubrovnik ein.

Gute Voraussetzungen für einen Halbtagestrip, der uns aber im Meeting Point, dem Broadway Melodies Theater schon wieder mit einem  bitteren Beigeschmack präsentiert wurde. Unser Ausflug DU54 Dubrovnik Sights by Cable Car muss ohne Cable Car stattfinden, da die Seilbahn nicht fährt. Das Eintrittsgeld wird uns zurück erstattet. Mist, ausgerechnet dies wäre das Highlight gewesen, aber was soll's. Man muss sich der neuen Situation anpassen. 

So fuhren wir mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt drehten um und dann mitten rein in das Gewusel. Zur Erklärung, wir waren das einzige Schiff, das an diesem Sonntag hier war, trotzdem war nach unserem Geschmack die Altstadt überfüllt. 



Gut, die Preise sollen hier 15-20% höher sein als im Umland , aber irgendwo müssen die Leute ja herkommen. Grosses Highlight für die meisten, sind die Orte wo Games of Thrones gedreht wurde, das zieht enorm viele junge Leute an, danach haben sich auch schon die Shops ausgerichtet. Ob das gut ist, muss jeder für sich entscheiden, wir haben Dubrovnik gesehen, das langt uns.

Da wir früher wieder zurückgekehrt sind, konnten wir unseren Mega-Balkon geniessen, bevor wir in die Lounge wechselten und wieder sehr interessante Gesprächspartner kennen lernten, sogar der Chefkoch schaute kurz vorbei.

Wieder in dunkler Nacht, um 21:30 Uhr drehten wir und fuhren raus von Dubrovnik, ab jetzt sollte alles wieder nach Plan verlaufen, warten wir es ab.

 

09.09.2019 Kotor - Montenegro

Leider habe ich die Durchfahrt in den Fjord am  Morgen verpasst, erst kurz vor dem Anlegen sind wir aufgewacht und haben das morgendliche Panorama genossen.


Als wir dann schon auf dem Weg zum Frühstück waren, wurde  die Freigabe erteilt und die Tenderboote konnten ihre Arbeit aufnehme n. Da wir nichts gebucht und viel Zeit hatten, genossen wir erstmal das Frühstück, lernten dabei ein paar Angestellte kennen, die aus Kroatien und Montenegro kommen. Bei der üblichen Frage, ob es einen Geheimtipp für Kotor gäbe, wurde nur geantwortet wir sollten das Local Food hier probieren, also eine Standardantwort.

Kurz nach 10 Uhr machten wir uns aber auf die Socken, der grösste Ansturm war vorbei, und wir fuhren nun selbst mit dem Tenderboot in den Hafen von Kotor, kurz vor der Altstadt.

Wieder erwarten, ist hier allerdings das Gedränge und Geschiebe nicht so gross wie in Dubrovnik. Ganz angenehm, bei noch angenehmer Temperatur schlenderten wir durch die Altstadt von Kotor. Schlendern ist zwar nicht ganz der richtige Ausdruck, denn bei etwas glitschigen und unebenen Pflaster muss jeder Schritt gut überlegt sein.


Gut durchgekommen gingen wir aber auf der Hafenseite wieder zurück und stolperten in einen Markt der Local Food verkaufte. Sofort durften wir den Schinken probieren, der uns ausserordentlich gut schmeckte, wir aber keinen mitnehmen wollten, denn was sollten wir an Bord damit, und bis zur Heimreise ist noch einige Zeit. Also fragten wir, ob es diesen Schinken nicht mit Brot zum sofortigen Verzehr gäbe. "Aah... Sandwich?" fragte uns die Verkäuferin, wir bejahten dies, und sie verwies uns auf den Nachbarstand, der hatte die passenden Brötchen dazu. Wobei diese Brötchen knapp 15-20 cm Durchmesser hatten. Also nochmals Schinken probieren, der schmeckte sogar noch besser, und er belegte jedes Brötchen reichlich damit. Für beide verlangte er 8 Euro, und jeder bekam sogar noch eine Flasche Wasser obendrauf. Jetzt hatten wir unser Local Food, es mundete vorzüglich, der Geschmack war feiner als ein Serrano Schinken, nur nicht so salzig.


Jetzt noch ein kleiner Verdauungsspaziergang an der Hafenpromenade entlang, dann sind wir wieder zurück mit dem Tenderboot. Gerade rechtzeitig, denn es kündigten sich bereits die ersten Regentropfen an. Diese konnte man aber fast an einer Hand abzählen, so konnten wir unseren grossen Balkon, ausgestattet mit zwei Liegen, zwei Stühlen und einem Tisch. Die aufgrund der schieren Grösse etwas verloren umher standen. Egal, wir wechselten die Liege- und Sitzgelegenheiten immer nach dem Stand der Sonne. Interessantes zum Beobachten gab es genug, denn am Nachmittag trafen die MSC Opera und die Norwegian Star ein. Die MSC Opera legte direkt am Hafen an, aber die Norwegian Star ging in reichlich Abstand auf Reede. Dessen Tenderboote fuhren dann laufend an uns vorbei, diese beeinträchtigten uns aber nicht, die Ausflugsboote mit ihren PS-starken Motoren dagegen waren wie lästige Insekten.

Gegen 17 Uhr legten wir ab und drehten zuerst, dass wir in Fahrtrichtung standen. Vorbei an der Norwegian Star ging es durch den Fjord, dies vermutlich mit einigen Schweissperlen auf der Stirn des Captains, da einige Male das Typhon zu hören war, verursacht durch leichtsinnige Freizeitkapitäne, die unbedingt noch vorbei wollten, an Stellen die für die Rhapsody of the Seas allein schon schmal genug sind.

Nach über einer Stunde hatten wir es geschafft und  wir konnten wieder Fahrt auf nehmen in Richtung Santorin.

Da natürlich die erste Formal Night anstand wurde nochmal schick gemacht und ab in die Diamond Lounge. Hier erzählte der Concierge, dass nur 7 Pinnacle, 41 Diamond plus und 96 Diamond Member an Bord seien. Wir finden dies ganz gut, da die Lounge sowieso nicht so gross ist. Am erweiterten Abend schauten wir noch bei der Jongliershow zu, wobei der Akteur sehr interaktiv mit dem Publikum arbeitete.

  

10.09.2019 Seetag

Mit Sonne pur und sehr warm begann der Tag, und ich kann es verraten, es blieb so. Nur mit einem etwas verkürzten Frühstück ging es weiter, da wir diesmal die Onboard Activity "Sushi Making Class" gebucht. Da dieses Highlight bereits um 10:30 Uhr begann, natürlich nicht ohne vorherige Sicherheitshinweise zu beantworten müssen, fanden wir uns, wie geplant um 10:15 Uhr im Izumi ein.

Etwas über 20 Personen haben teilgenommen, jeder an seinem Platz, der Tisch war mit Folie bedeckt. Alles Nötige stand bereits auf dem Tisch.

Dann ging es auch schon los, keine lange Einweisung, wann, wie, warum es Sushi gibt, sondern gleich eine kurze Erklärung wie die verschiedenen Sossen gemacht werden und wie der Reis richtig gekocht wird.

Vier verschiedene Arten von Sushi sollten wir zubereiten  und  danach auch essen. Die richtige Handhabung mit den Algenblättern sowie die Reihenfolge beim Anrichten, Wasabi immer rechts, eingelegter Ingwer immer links, überall wurde man unterstützt und aufgeklärt.

Jetzt aber zur ersten Rolle, die genaue Bezeichnung ist mir entfallen, es war wohl doch zu viel Reiswein, aber dieser musste sein, dann rollt es sich wie von selbst, meinte der Koch.

Also Algenblatt, Reis verteilen, umdrehen, in der  Mitte Sosse drauf und ein paar Scheiben Avocado drauf, dann rollen. Hört sich einfach an, aber das Ergebnis war unterschiedlich. Mit einer Bambusmatte alles in Form gebracht, fertig war das erste selbstgemachte Sushi. Mit meiner Form waren ich und der Koch zufrieden, bei anderen sah es eher wie ein Würfel aus. Geschnitten wurde diese dann von den Köchen, da wir aus Sicherheitsgründen keine so scharfen Messer bekamen.

Noch so eine ähnliche Rolle angefertigt, nur  mit anderem Inhalt, dann durften  wir die Nigiri-Sushi basteln, die war ja einfach, nur Reis formen, etwa so gross wie eine Kartoffelkrokette, dann ein Ebi drauf, fertig, das zweimal. Als Krönung dann, ein modernes Sushi, gerollt wie eine Tüte, hier gab es die grössten Schwierigkeiten, wurde aber dennoch ganz ansehnlich. Zwischendrin natürlich immer wieder mal ein Prösterchen mit dem Reiswein, dann wünschte er uns noch guten Appetit und am Ende können wir unser Zertifikat und Rezepte abholen.

Geschmeckt hat es, Spass hat es auch gemacht,  also für jeden  der Sushi mag kann man dies nur empfehlen, zumal es im Endeffekt dann auch viel günstiger ist, als im Sushi Restaurant.

Jetzt war aber ein Verdauungsschläfchen dringend nötig, gut das grosse Teile des Balkons noch im Schatten lagen.

Später aber suchten wir das Fitness Studio auf, um diese angereicherten Pfunde wieder loszuwerden. Leider ist dies sehr mager bestückt, aber etwas konnten wir dennoch abarbeiten.

Mit Internet auf dem Schiff ist das so eine Sache, mal geht es gut, mal eher schlecht. Diesmal eher schlecht, da unsere Kabine am Heck des Schiffes ist, ist es nur einigermassen an der Tür zu empfangen, an den Fenstern oder auf dem Balkon steht man vor Null Traffic. Dies wurde schon mehrfach angesprochen, auf verschiedenen Schiffen, aber besser ist es noch nicht geworden. Schade, denn man zahlt viel Geld für ein Internetpaket, das einem viel verspricht aber manchmal nicht so läuft.

Abendessen wie immer im Windjammer Restaurant, immer am gleichen Tisch, nach vier Tagen ist dies so was wie Normalität.

 

11.09.2019 Santorin - Griechenland

Noch vor dem Sonnenaufgang wurden wir geweckt, da wir an Firá vorbeigefahren sind und mitten in der Caldera gedreht haben. Dann sind wir genau neben dem Hafen von Firá zum Stehen gekommen. Gut so, denn das heisst erstens, wir haben keine lange Transferzeit und zweitens, unser Balkon ist am Nachmittag im Schatten, sehr gut gemacht Captain.

Kurz nach uns kamen die nagelneue Le Bougainville von Ponant und wenig später die MSC Magnifica. Wir gingen aber erstmal gemütlich frühstücken, liessen alle anderen die mehr vor hatten vorbei und fuhren erst kurz vor 10 Uhr rüber zum Hafen von Firá. Dort einige Fotos geschossen, mehrere Geschäfte durchgeschaut und bevor der grosse Ansturm kommt sind wir wieder zurück gefahren. Mittlerweile ist ja auch die Costa Deliziosa eingetroffen und hat sich eingereiht. Als wir wieder an Bord gingen, sehen wir die Norwegian Star eintreffen, jetzt sind wir komplett, diese legt sich direkt neben uns. Vier grosse Kreuzfahrtschiffe und ein kleines sind schon viel für dieses Eiland. 

Wir haben schon das schlimmste für die Esel befürchtet, aber es sind im Vergleich zu 2017 deutlich weniger mit dem Esel den Berg hinauf geritten, das ist sehr löblich, dennoch ist jeder Eselsritt einer zu viel. Bis das aber allen einleuchtet werden noch viele den Berg bei knapp 30° hinauf keuchen.

Sogar auf dem schattigen Balkon war es uns mittags noch zu heiss. Etwas später konnten wir diesen dann wieder geniessen. Um 17 Uhr legten wir ab und starteten Richtung Katakolon.


Gut 2 1/2 Stunden später ist das Top Tier angesetzt, zu dem wir Tags davor die Einladung erhalten haben. Begrüssung durch die Offiziere und dem Captain, dann Vorstellung der 7 Pinnacle Member an Bord und Ehrung derer mit den meisten Nächten. Eine Dame mit über 2500 Nächten an Bord war die Spitzenreiterin, Sie haben wir schon einmal getroffen, damals wurde behauptet, sie lebt an Bord...

Mit einer kleinen Showeinlage eines ukrainischen Profi-Tanzpaares ging die Veranstaltung, zumindest für uns zu Ende.

 

12.09.2019 Katakolon - Griechenland

Sonnenaufgang bereits zwei Stunden vor Katakolon, dieser musste natürlich eingefangen werden, zumal wir sowieso aufstehen wollten uns in Ruhe auf den heutigen Ausflug vorbereiten. 

Gebucht über Royal Caribbean (KK42 Best of Olympia). Aber vorher kam noch die Einfahrt in den Hafen, die Costa Luminosa ist uns zuvor gekommen, darum mussten wir die etwas kniffligere Anlegestelle nehmen. Da der Captain Norweger ist, war auch dies natürlich kein Problem. Um 9 Uhr Treffpunkt im Broadway Melodies Theater, 9:15 Uhr marschierten wir schon raus, Richtung Bus, dort wartete die Reiseleiterin bereits, und begrüsste uns. Alle drin und los geht's nach Olympia. Die Fahrt dauerte etwa 40 Minuten, dann waren wir als einer der ersten Busse vor Ort. Wieder wurde für jeden ein Headset verteilt, dann gingen wir los.

Auf dem Weg zum Eingang wurden uns schon die  ersten Infos über das weitläufige Terrain mitgeteilt, dann die Eintrittskarten verteilt und wir gingen rein. Ohne Führung hätten wir nur einen Haufen Steine gesehen, die wenigsten noch aufeinander, aber so wurde uns fast jeder Steinhaufen nahe gebracht und deren Bedeutung erklärt. 

Eines der beiden Highlights ist natürlich die Stelle des Altars der Hera, wo auch heute noch alle vier Jahre das olympische Feuer entzündet wird. 




Das zweite war das Stadium, wo die Laufbahn ist. Das Klima an diesem Tag war sehr heiss, mit über 30° zum umherwandern nicht sehr angenehm, aber das Gebiet ist teilweise sehr schattig, was wir sehr zu schätzen wussten.

Anschliessend ging es ins Archäologische Museum von Olympia. Dies war klimatisiert, trotz der vielen Menschen die auch diese sehenswerte Stätte besuchten, wurden wir gut durchgeschleust und nach etwa 30 Minuten Freizeit fuhren wir weiter.

Nächstes Ziel ist die Magna Grecia, eine Olivenfarm, die sehr familiär geführt wird. Nach dem Willkommensgetränk erfuhren wir von der Besitzerin, wie die Oliven geerntet werden und dann weiterverarbeitet zu Olivenöl. Dann übernahm unsere Reiseleiterin wieder und führte uns durch die verschiedenen angrenzenden Shops und preiste alles natürlich aufs Beste an. Danach wurden wir zu einem kleinen Imbiss mit einem griechischen Vorspeisenteller, Rotwein oder Mineralwasser sowie einer kleinen Nachspeise gebeten. Mittlerweile sind alle vier Busse eingetroffen, die diesen Ausflug fuhren, so wurde gemeinsam gegessen, aber nach Ausflugsnummern getrennt an verschiedenen Orten. Nach dem Essen konnte man die Shops auf eigene Faust erkunden und fast jeder hat zugeschlagen, und eingekauft. Wir selbst nicht. Ein Liter Olivenöl für 34 Euro, ist auch kein Schnäppchen.

Kurz vor dem Ende noch eine Tanzvorführung, wobei der Sirtaki ja eigentlich kein richtig griechischer Tanz ist, sondern nur für den Film Alexis Sorbas so choreographiert worden sein soll. Um 15:30 Uhr ging es wieder zurück zum Schiff, die Fahrt war ja nur kurz, so kamen alle pünktlich wieder zurück und wir konnten um 17 Uhr, wie vorgesehen ablegen. Die Costa Luminosa ist da schon lange weg gewesen, diese ist bereits um 14 Uhr rausgefahren.

Im Windjammer Restaurant gab es diesen Abend extra viel Seafood, mit Scampi, kleinen Krebsen, Tintenfischen und verschiedenen Muscheln. Ein Augenschmaus, vom Geschmack her muss ich nicht viel dazu sagen, einfach Spitze.

 

13.09.2019 Seetag

Ein herrlicher Seetag lag vor uns, als  wir kurz auf standen und den Sonnenaufgang fotografierten. Beim Frühstück waren noch wenig unterwegs, wir blieben auch nur kurz, da für Mittag im Chops Grille der Lunch gebucht war. Vorher war aber Captains Corner in der Shall We Dance Lounge. Eine Fragerunde an die vier ranghöchsten Offiziere. Später fanden wir uns im Chops Grille um 12:30 Uhr ein, und ein schöner Tisch am Fenster wurde uns zugewiesen.

Es ist ja nicht das erste Mal gewesen, also  wussten wir bereits das Prozedere. Jedes Schiff hat aber da auch seine Eigenheiten. Als Vorspeise die Wild Mushroom Soup, zur Hauptspeise wählten wir das Grilled Filet Mignon, mit verschiedenen Beilagen, und als Nachtisch dann einen New York Cheesecake. Suppe kam, aber was macht der gute Mann, er fragt ob wir Pfeffer aus der Mühle darüber wollen. Natürlich nicht! Dies ist eigentlich erst beim Hauptgang gefragt. Dann die nächste Differenz, die Suppe war sehr dünn, normalerweise ist diese sehr zähflüssig, wie ein dünner Brei. Geschmacklich war es auch nicht der Burner.

Das geht ja gut los, dachten wir. Weiter ging erstmal gar nichts, es dauerte eine ganze Weile bis das Filet Mignon kam, dann nochmals knapp 5 Minuten bis die Sosse dazu kam und weitere 5 Minuten bis die Beilagen da waren. Sowas kann für ein gutes Stück Rindfleisch natürlich tödlich sein, wenn es zu lange nachgart. Dies war allerdings auf den Punkt, da hat sich die lange Wartezeit doch gelohnt. Der Nachtisch wurde deutlich schneller zelebriert und wir waren satt und glücklich, wenngleich auch mit einem kleinen Minuspunkt, der Zeitablauf ist woanders schon etwas besser gewesen.


Jetzt erst verschwendeten wir die ersten Gedanken einer Heim reise, wir konnten jetzt für den Rückflug einchecken, dazu begaben wir uns zum Computer-Corner und erledigten dies flott und dann genossen wir den Balkon, den für etwas später war ein weiterer Besuch des Fitness Studios geplant. Das zogen wir auch durch, nach dem frischmachen wurde die Diamond Lounge ein letztes Mal heimgesucht. Nochmals zum Abendessen ins Windjammer Restaurant, wo nicht viel Gäste waren, aber hier speisten auch die Offiziere. Dann Koffer packen, unbeliebt wie eh und je, aber es muss sein. Es wurde auch schnell erledigt und die Koffer vor die Tür gebracht. Jetzt noch etwas relaxen, dann ist der Tag gelaufen.

 

14.09.2019 Venedig – Italien

Noch im Dunkeln fuhren wir durch den Kanal zum Hafen. Kurz vor erreichen sind wir aber auf dem Balkon und konnten noch den Sonnenaufgang ablichten. 


Die AIDAblu und die Crystal Serenity lagen schon da. Jetzt parkten wir ein. Ganz ruhig und nicht geräuschvoll glitten wir an unsere Position. Zeit für uns letzte Bilder zu schiessen und dann fertig machen für den Auszug aus der Kabine.

Im Windjammer Restaurant war wie üblich am Abreisetag sehr viel los, aber man bekam mühelos seinen Platz um noch etwas zu frühstücken, bevor wir zu unserem Sammelpunkt, den Broadway Melodies Theater aufbrachen.

Üblicherweise sind wir aber nicht zu der vorgegebenen Zeit von Bord gegangen, sondern früher, das war bei allen anderen Häfen der Welt auch kein Problem, so auch hier nicht.

Nur mit einem früheren Transfer zum Flughafen wurde es nichts, es war im Bus zwar noch Platz, aber die Signoras waren sich nicht ganz einig, die eine wollte uns mitfahren lassen, die andere nicht unbedingt und die dritte gar nicht, geht auf keinen Fall.

So mussten wir auf unseren Bus warten, der eine halbe Stunde später auch kam und wir wurden zum Flughafen gebracht. Hier wartete schon ein Mitarbeiter und teilte jedem mit, wo sein Check In stattfindet. Da unser Schalter erst 3 Stunden vor Abflug zum Einchecken bereit stand hatten wir noch etwas Zeit.

Pünktlich öffnete aber der Schalter  und wir konnten unser Gepäck loswerden und durch die Sicherheitskontrolle gehen. Hier ist uns aufgefallen, da sind hohe und leichte Wannen aus Fiberglas, diese erleichtern das Handling ungemein. Auch hier keinerlei Probleme, aber unser Abfluggate wussten wir immer noch nicht, am Schalter hat man uns gesagt, vielleicht Gate 3, kann sich aber noch ändern.

Gut der Flughafen Marco Polo in Venedig ist nicht so gross wie der in München, aber er ist genauso verwinkelt wie der Canale Grande. Hier ist es alles andere als übersichtlich, und bedingt durch die Masse an Personen noch dazu sehr warm, was ich als absolutes No-Go bewerte, wenn ein Flughafen fast an die 28° Marke kommt, hier müsste die Air Condition besser justiert werden.

An den Übersichtstafeln stand immer wieder dass 80 oder 50 Minuten vor Abflug das Gate bekannt gegeben wird. Die 50 Minuten waren jetzt erreicht, da wurde nicht das Gate sichtbar, sondern eine neue Abflugzeit, fast eine halbe Stunde später soll es nun losgehen, also wieder warten.

Dann aber endlich das Gate, es blieb bei Gate 3, da sassen wir eh schon richtig. Etwa um die vorher vorgesehen Abflugzeit begann das Boarding, mit dem Bus raus und hinten eingestiegen. Ganz nett bei Air Dolomiti ist, dass alle Durchsagen in Italienisch, Englisch und Deutsch gemacht werden. Wobei wir erkannten, dass die Italienische Variante der Sicherheitsvorführung deutlich schneller ablief…


Knapp 40 Minuten nach dem Start, mit Schleife über der Lagunenstadt, sind wir in München wieder gelandet. 


Hier direkt am Flugsteig, uns eilte es nicht, aber die meisten wollten ihren Anschlussflug noch erreichen.

Eine halbe Stunde mussten wir auch hier auf das Gepäck warten, liegt es an dem Typ (E195) von Fluggerät, das dies solange dauert?

  

Fazit:

Mit gedämpften Erwartungen sind wir in diese Woche gegangen. Zum einen Kreuzfahrt-Buuhh, von Venedig aus-Buuhh, Stop in Dubrovnik-Buuhh und dann noch Santorin-Buuhh…

Kreuzfahrtschiffe und Venedig ist ein zweischneidiges Schwert, das an anderen Stellen schon breit und lang diskutiert wurde und wird. Dazu habe ich keinen Einfluss, nur meine Meinung ist, wenn schon die Cruiseliner draussen anlegen sollen, das wäre bestimmt kein Problem, dann sollen aber auch die Unzahl von Taxibooten mit reglementiert werden, sonst bringt es nicht viel.

Dubrovnik ist überlaufen, keine Frage, aber mittlerweile sind es nicht nur die Kreuzfahrttouristen. Wir waren lange Zeit das einzige Schiff (ca.2000 Passagiere) im Hafen und dennoch war die Stadt fast zum Bersten voll. Die Reiseleiterin macht hierfür den Hype um Games of Thrones aus, viele sind auch danach gekleidet, und die ehemaligen Andenken und Souvenirläden wandeln sich immer mehr um in GoT-Zubehör Einkaufscenter. Alle haben aber nur die einen Ziele, und haben für das andere, das schöne altertümliche Dubrovnik kein Auge mehr, das ist schade, und wird sich auch durch einen Ausschluss oder Reglementierung von Kreuzfahrtschiffen nicht beseitigen lassen.

Santorin, viele blieben an Bord, wir machten auch nur die kleine Bootstour mit dem Tenderboot. Ein auffahren mit der Seilbahn, oder ein Eselsritt ist für uns nicht in Frage gekommen. Dieser Ort wird total überbewertet, die blauen Dächer, die man sofort vor Auge hat, wenn man den Namen ausspricht, sind an einer Hand abzuzählen. Die Besucher jedoch, pro Finger 1000.

Bei all diesen Orten muss man das Beste daraus machen, wenn sie auf der Route sind. Katakolon und Kotor vor allem sind sehr bezaubernd und auch preislich absolut ok. Landschaftlich bietet Kotor noch am meisten, dies ist wie ein norwegischer Fjord im Mittelmeer.

Schlussendlich, es war eine schöne Woche, das Wetter war toll und das Publikum auf dem Schiff gut gemischt. Rundum eine sehr schöne Reise.