087313
 

Serenade of the Seas - Baltikum 2016

Tag 1 Sonntag 03.07.2016 Stockholm/Schweden


Flug von München mit Lufthansa nach Stockholm/Arlanda, von dort Abholung mit einem großen Taxi, fast VIP-Service, und Fahrt zum Hafen Frihamnen  von Stockholm. Zeitlich gesehen, pünktlich um 11 Uhr gelandet und am Hafen von Stockholm um ca. 12.15 Uhr angekommen. Ich dachte noch, das passt schon so, da man ja eh erst ab 13 Uhr auf die Kabine kann. Pustekuchen, durch die Sicherheitskontrolle weiter zum Priority-CheckIn brauchten wir gerade mal 30 Minuten, so war der Kabinengang noch verschlossen. Da dieser Schiffstyp für uns aber noch neu war, so haben wir uns kurz umgesehen, bevor wir kurz vor 13 Uhr unsere Kabine betraten. Diese war weder zu klein noch zu groß, gerade recht für eine Woche auf der Ostsee. Gut weder das Design noch der optische Zustand einiger Möbel sind auf der Höhe der Zeit, aber alles hat seinen Sinn und erfüllt seinen Zweck. Das Ganze ist gezeichnet von der Papenburgischen Qualitätsarbeit.

 

Um nicht hungrig an der Sicherheitsübung teilzunehmen, entschlossen wir uns einen Abstecher in das Windjammer Buffetrestaurant zu machen. Dieses war gut besucht, aber dank der Duplizität des Angebotes ist man an der Theke schnell durch. Die selbstgemachte Limonade schmeckt auf jedem RCL-Schiff anders, hier war sie sehr erfrischend und wohlschmeckend, nur für unseren Geschmack, etwas zu viel Eis. Es geht aber natürlich auch ohne, muss man nur bestellen.

Bei dem Master Drill war uns nicht ganz klar, ob wir die Schwimmwesten aus dem Schrank mitnehmen sollten, laut Beschreibung an der Kabinentür schon, aber eine Durchsage vorher brachte Klarheit. Sie kann im Schrank bleiben.

Wieder zurück auf der Kabine, widmeten wir uns unserem Fluch, der uns jetzt schon seit einiger Zeit verfolgt, dem Safeproblem! Es war wieder einmal die Batterie, die ein Schließen verhinderte. Da aber ein Techniker nur in die Kabine kommt, wenn man anwesend ist, so wurde dieser von unserem Kabinensteward beauftragt zu kommen, und es dauerte nicht lange, bis dieser kam. Flux die Batterie getauscht, mittlerweile könnten wir das schon selber…, dann aber nix wie rauf aufs Pooldeck, das Auslaufen hatte schon begonnen. Bei leicht bewölktem Himmel und 21° genossen nicht nur wir diesen Augenblick. Der Captain erklärte noch, dass wir nun 5 Stunden durch die Schärengärten Stockholms fahren, bevor wir die freie Ostsee erreichen.

In der Nacht wird die Uhrzeit um eine Stunde vorgestellt, wobei man eigentlich nicht von einer richtigen Nacht sprechen kann, denn dunkel wird es erst sehr spät, und Sonnenaufgang ist kurz nach 3 Uhr.

 

Tag 2 Montag 04.07.2016 Helsinki/Finnland


Café Esplanad

Die erste Nacht an Bord ist sehr ruhig verlaufen, kein Seegang oder sonstige Geräusche störten unseren Schlaf. Ein erstes Frühstück im Windjammer stärkte uns für die anstehende Tagestour. Da wir erst um 11 Uhr in Helsinki anlegen, hatten wir ja alle Zeit der Welt, und genossen beim Frühstücksbuffet die skandinavischen Delikatessen. Pünktlich lagen wir dann rückwärts eingeparkt im Hafen von Helsinki Hernesaari, leider ist dieser Teil ca.3km von der Innenstadt entfernt, also was tun. Zu Fuß ist es zu weit, noch dazu hatten wir ja nicht viel Zeit, mit dem Hop-On-Hop-Off Bus kostet der Spaß 25 EUR pro Person, der RCL-Shuttlebus 10 EUR. Wir entschieden uns für den Linienbus, hier kostete die einfache Fahrt 3,20 EUR, und ist somit die günstigste Alternative. In Helsinki selbst gibt's viel zu sehen, wir trollten ein wenig umher, bis wir im Café Esplanad einkehrten und zu einer Tasse Kaffee die legendären Zimtschnecken verspeisten. Diese sind gut für ein ganzes Mittagessen. Danach wieder der Rückweg zur Busstation mit anschließender Rückfahrt zum Schiff. Somit sind wir vor den großen Massen zurück gewesen, und konnten uns wichtigeren Dingen widmen.

Unser Bordkonto war nämlich irgendwie falsch. Als wir gestern zwecks besserer Handhabung, ein Loch in die Karte wollten, die Dame am Guest Service allerdings gleich den Magnetstreifen mitlochte, bekamen wir anschließend 2 neue Karten.

Bei der Kontrolle am TV in der Kabine, sind wir plötzlich zu fünft gewesen, und 2x die Internetnutzung abgezogen. Darum das erneute Vorsprechen beim Guest Service, heute sogar eine deutschsprachige Dame erwischt, so ging es gleich einfacher unser Problem zu schildern. Sie schaute in ihre Übersicht, da tauchte jeder von uns 2x auf, das sei normal, sagte sie, und die Gebühr war nur einmal vermerkt. Also passte alles, nur die Übersicht im TV ist fehlerhaft. Kaum auf der Kabine, und auf dem Balkon, um die vereinzelten Sonnenstrahlen noch zu genießen, bemerkten wir an der Baustelle gegenüber ein lautes Getröte, mit anschließender Sprengung unter Wasser, an der alten Kaimauer. Die Druckwelle verspürten auch wir auf dem Schiff. Immer wieder was Neues. Abfahrt um 18 Uhr Richtung St.Petersburg.

 

Tag 3 Dienstag 05.07.2016 St.Petersburg/Russland 1.Tag


Die Ankunft in St.Petersburg war alles andere als einfach, der Wind und die Wellen von der Backbordseite her kommend, schoben das Schiff fast alleine an die Kaimauer. Leichter Regen erheiterte auch nicht die Gemüter, obwohl unser gebuchter Ausflug erst morgen früh stattfindet. So haben wir alle beim Frühstück vorbeiziehen lassen, und waren anschließend fast alleine auf dem Schiff. Dieses wurde allerdings immer wieder von größeren Wellen und stärkeren Windböen erschüttert. 

Sturm in St.Petersburg

Nach dem Frühstück machten wir sowas wie eine kleine Inside-Tour, mit vielen Fotos von dem leeren Schiff. Nur hie und da traf man noch einige andere Passagiere, die auch nicht von Bord gingen, und etwas Personal. Nicht mal zum Duty-Free-Shop wollten wir, es war einfach zu stürmisch. Neben uns lagen auch noch die Navigator of the Seas, die Costa Luminosa, die Oceana Marina und die AIDA mar, die allerdings bekam den Wind voll ab. Nach einem Faulenzertag und einigen gesammelten Infos und gemachten Fotos, herrschte jetzt Weltuntergangsstimmung. Wind mit Spitzen bis 10Bft und Regen, dazu dunkler Himmel, so hab ich mir die weißen Nächte nicht vorgestellt. Oft schlägt eine große Welle ans Schiff, die dieses dann erzittern lässt. Viele Außenbereiche sind gesperrt und nicht zugänglich. Nach dem Abendessen im Windjammer, es gab einen German Corner, trat dann der Super-GAU ein. Im Treppenhaus zwischen Deck 9 und Deck 8 zerbarst eine Glasscheibe in tausende von Scherben. Vermutlich durch eine Verspannung durch den Sturm ist dies passiert. Sofort wurde in jeder Etage von Deck 6 bis Deck 9 jemand abgestellt, der die Passagiere vom Treppenhaus fernhalten sollte, als dies nicht so richtig gelang, entschloss man sich für die Variante mit den Absperrbändern, dies klappte dann. Leider waren dadurch die Fahrstühle in diesem Abschnitt mehr als übervoll, so gingen wir weiter nach vorne, ins andere Treppenhaus, um noch am gleichen Abend in unsere Kabine zu gelangen.

 

Tag 4 Mittwoch 06.07.2016 St.Petersburg/Russland 2.Tag


Fast noch mitten in der Nacht mussten wir aufstehen und kurz frühstücken, denn unser Ausflug zum Katharinenpalast und ins Bernsteinzimmer (das zweite) startete schon um 7 Uhr. Zuerst allerdings durch den Face-Check, mit besonders genauer Kontrolle, mein vorgelegter Reisepass und der Ausflugsbeleg wurde durch 3 verschiedene Lesegeräte gezogen, dann den Stempel rein und ein Papierzettel mit sämtlichen Daten in lateinischer und kyrillischer Schrift - Fertig. Dann aber kam russisch-amerikanisches Durcheinander, unser Ausflug hatte Nummer 12, also wurden wir Bus 12 zugeteilt, ein Kleinbus, aber kaum drin teilte die Führerin uns mit, wir müssten wieder raus, und auf Bus 15 warten. Noch ganz perplex standen wir nun im russischen Regen, da kam eine dritte daher und sagte wir seien bei Tour 13 mit dabei. Verstehen muss ich das nicht, aber ärgerlich war es trotzdem. Nun im richtigen Bus (?) fuhren wir durch die Metropole zum Katharinenpalast, dies ging so gut, das wir über 15min in strömenden Regen vor dem Palast ausharren mussten, weil der Portier noch nicht da war. Vor uns war nur eine Gruppe von der Costa Luminosa, aber wieder war es zum Warten, bis jeder seine Schäfchen beieinander hatte und die Eintrittskarten abgezählt waren. Nun endlich Einlass. Das Warten wäre nicht so schlimm gewesen, wenn es nicht wie aus Eimern gegossen hätte und dazu der Wind jeden Einsatz eines Regenschirms zunichtemachte. So waren wir alle halb durchnässt im Eingangsbereich des Palasts, und folgten unserer Reiseführerin in den ersten Stock. Nur kurz eine Beschreibung des darauf folgenden, viele Zimmer und Säle, viel Gold, Prunk und Pomp, und im Bernsteinzimmer ist absolutes Fotografierverbot. Viele Damen mit grimmigem Blick wachen darüber. Die angebrachten Spiegel helfen Ihnen dabei. Nach der Palastbesichtigung nur einen kurzen Abstecher in den Garten zum Pavillon Grotto, wo schon 5 Tenöre auf uns warteten, die uns die grandiose Akustik dieses Gebäudes näher brachten. Aufgrund des noch stärker werdenden Regens, endete hier der Ausflug, was jeder auch einsah, und wir machten uns auf den Rückweg zur Haltestelle, wo der Bus uns wieder einsammelte.

Bernsteinzimmer

Die Rückfahrt dauert etwas länger, da sich der Verkehr mehr und mehr verdichtete, und in landestypischer Manier kreuz und quer gefahren wurde.

Wieder am Hafenterminal, die Souvenirshops umrundet, erneut zum Face-Check und doch wieder im Duty - Free - Shop eingekauft...!

Das Abendessen im Windjammer, Italian-Corner war angesagt verlief dann in aller Ruhe, um den Stress des Tages zu vergessen. Das Auslaufen verzögerte sich um eine Stunde, auch dies ging auf die Rechnung des schlechten Wetters, wobei wir es noch gut erwischt hatten, denn unsere Reiseführerin erzählte, das 2 Schiffe gar nicht in den Hafen kamen. So legte erst die AIDA mar ab, dann kam die Viking Star rein, dann waren wir dran. Weiter draussen kam uns noch die Celebrity Silhouette entgegen, bevor es in Richtung Tallinn ging, sogar der Abendhimmel hat etwas aufgerissen und die Sonne zeigte sich kurz.

 

Tag 5 Donnerstag 07.07.2016 Tallinn/Estland

 

Viel los in Tallinn

Morgens um 8 sind wir nach einer ruhigen Nacht, als erstes Kreuzfahrtschiff in Tallinn eingelaufen, danach folgten uns, während wir beim Frühstück saßen, die Norwegian Star, die AIDA diva und die Costa Luminosa. Dies bedeutete, es wird viel los sein in Tallinns Altstadt. Der Stadt am Finnischen Meerbusen. Nach etwa 15min Fußmarsch konnten wir uns selbst ein Bild von dieser bezaubernden Stadt machen. Leider aber nicht nur wir..., so mussten wir gegenläufig vorgehen und den Reisegruppen, die mit ihren Lollipops leicht zu erkennen waren, aus dem Weg gehen. Gut ab und zu schmuggelten wir uns zu einer AIDA-Gruppe, um etwas Backgroundinfos zu bekommen. Aber so haben auch wir die älteste Apotheke Europas gesehen, die Talliner Ratsapotheke, im ältesten Café der Stadt, dem Café Maiasmokk eine Tasse Kaffee getrunken, das handbemalte Marzipan probiert und durch den Mittelalterlichen Markt spaziert, bevor uns ein einsetzender Regenschauer zur Rückkehr bewegte.

Marzipan handbemalt

Der Regen und der Gegenwind nahmen zu, so waren wir heilfroh, dass wir wieder an Bord waren, und gleich mit einem Becher heißer Schokolade begrüßt wurden. Das tat gut, erstmal in die Kabine und die feuchten Klamotten vom Leib, bevor wir uns mit der Vorplanung des Abends befassten. Der Cruise Planner gibt da nur die Zeiten vor, wie man die aber unter einen Hut bringt, ist einem selbst überlassen. Heute stehen mehrere Events zur Auswahl, nach dem Abendessen, entweder ins Centrum zur 70er Jahre Party, oder zur Headliner Showtime, oder doch vor einen TV, denn schließlich ist heute Halbfinale mit Deutschland bei der EURO 2016. Es muss wieder ein Kompromiss her. Von den sonstigen Aktivitäten oder Angeboten, die im Bordshop lauern ganz zu schweigen. Hier hat man die Qual der Wahl, und wenn einem gar nichts mehr einfällt, der legt sich stundenlang in den Whirlpool, der hat fast 24h geöffnet.

 

Tag 6 Freitag 08.07.2016 Riga/Lettland


Diesmal langes ausschlafen, war auch nötig nach dem Halbfinaldesaster, und gemütliches frühstücken im Windjammer, mit ordentlich viel Platz. Die Ankunft in Riga ist erst um 11 Uhr, darum herrschte keine Eile. Als wir dann endlich am Liegeplatz ankamen, warteten schon ca. 40 Busse auf die Ausflügler. Das alles mitten in einer holzverarbeitenden Fabrik, wo nur notdürftig rundherum alles mit Paletten eingezäunt war. Überall dampfte und kokelte es vor sich hin, dazu wehte der böige Wind immer wieder eine Sandwolke auf, dass dahinter fast alles verschwand. Ebenfalls abschreckend war der hohe Shuttlebuspreis von 14 $ pro Nase. So beschlossen wir einen weiteren Faulenzertag einzulegen und uns im Solarium ganz der Ruhe und Gelassenheit hingeben. Dieser Ort bietet alles was man zum Entspannen braucht, und wenn die meisten von Bord sind fällt es gleich noch leichter abzuschalten.

Im Solarium

Nur kurz rafften wir uns zu einem Imbiss im integrierten Park Café auf, vielmehr war es ein Testessen, denn hier gibt's das viel zitierte Kümmelweck, das einfach sein muss, aber bisher hatten wir noch keine Gelegenheit dazu. Sehr gutes Brötchen mit hohem Fleischanteil, etwas weniger Senf hätte es auch getan - Also wir waren zufrieden. Der eine kann auf seinen Lachs nicht verzichten, wir schwören eher auf einem Kümmelweck.

Das Abendessen fand etwas früher statt als gewohnt, denn um 19.45 Uhr war das Vielfahrertreffen im Safari Club angesagt. Dazu wurden wir persönlich eingeladen. Es gab Cocktails und der Captain plauderte ein bisschen. Musikalisch untermalt wurde es von der 12barband, die uns schon im Centrum des Öfteren akustisch verwöhnte. Nach dem Ende checkten wir noch unsere SeaPassCard, denn am morgigen Seetag ist grosser Shoppingtag.

 

Tag 7 Samstag 09.07.2016 Seetag


Ergiebig ausgeschlafen, und mit der Sonne auf dem Balkon aufgewacht. Viele waren noch nicht unterwegs zum Frühstück, den einzigen Seetag auf der Reise muss man genießen. Nach der Stärkung geht's aber schnurstracks in den Bordshop, auch hier noch kein Gedränge, wo sind nur all die Leute geblieben? Wieder auf der Kabine genossen wir die ruhige See, den lauen Wind und die Sonne. Diese hat uns auf der Reise bisher nicht so sehr verwöhnt, aber wir wollen nicht nachtragend sein, auf den letzten Kreuzfahrten hatten wir immer Glück mit dem Wetter, diesmal war es eben andersherum.

 

Centrum

Bei null Seegang konnte auch nachmittags die Show Aquatronica im Centrum stattfinden. Eine 10 minütige Performance von Tanz und Seilakrobatik gepaart mit Geschwindigkeit. Tolle und atemberaubende Inszenierung.

Das schlimmste einer Reise steht uns aber noch bevor, nein bezahlt ist schon lange, das Kofferpacken ist hiermit gemeint. Zuvor aber noch im Café Latte-tudes zur Beruhigung einen Cappuccino Caramel, im Bordshop die letzten Dollars verprasst, und zum Abendessen ein Bier genehmigt. Also beste Voraussetzungen geschaffen, um dieses leidige Must Do zu erledigen. Nach einigem Hin und Her war es schließlich geschafft, beide Koffer zu, und gewogen, alles im grünen Bereich. Schnell gelabelt, dann nix wie vor die Tür damit. So kann man den Abend genießen, wobei wir Stockholm schon ziemlich nahe sind, laut Seekarte sind es nur noch etwa 100km. Da wir aber nur mit knapp 7,5 kn fahren, kam es einen so vor, als ob das Schiff steht.

   

Tag 8 Sonntag 11.07.2016 Stockholm


Um 6.30 Uhr schellte der Wecker, Morgenstund halt Gold im Mund, dachten sich wohl viele, den das Windjammer war brechend voll, für mehr als 2 Brötchen und 2 Bagels reichte unsere Geduld nicht. Dann hatten wir genug, und wir gingen zu unserer zugewiesenen Ausgangsdestination, der Schooner Bar. Früher als geplant wurden wir aufgerufen, und es ging endgültig raus. Noch kurz Abschied genommen,  auch von der Crown & Anchor Botschafterin, die uns viel geholfen hat, dann ein letztes Mal die Bordkarte vorzeigen und ab in die Terminalhalle, wo unsere Koffer schon warteten. So haben wir gedacht,  HaHa! Immer wieder was neues, die Koffer der Gäste, die einen Airport-Transfer gebucht hatten, die standen schon vor den Bussen. Hier musste man nur seinen Koffer nehmen und vor den zugewiesenen Bus stellen, den uns vorher ein freundlicher Mitarbeiter (einer von vielen) zuwies.

Es waren auch relativ zügig alle da, und die Fahrt zum Flughafen konnte beginnen. Etwa 45min später sind wir am Terminal 5 vom Flughafen Arlanda und checkten via Automat ein. Mit der Bordkarte zum Gepäckschalter und weiter zur Sicherheitskontrolle. Die ersten Duty - Free Läden passiert, suchten wir erstmal ein Plätzchen zum Sitzen, denn jetzt war es kurz vor 10 Uhr, wir flogen aber erst um 15.20 Uhr, hatten somit noch kein zugeteiltes Gate. Wussten auch demnach noch nicht, in welche Richtung wir uns bewegen sollten. Nach einem doch etwas überteuerten Kaffee und einem Sandwich stand unser Gate fest, leider in einem anderen Flügel. Also Abmarsch dorthin und den Rest der Zeit verbracht. Pünktliches Boarding stimmte uns fröhlicher, als unsere Sitzplätze dann auch noch am Notausgang waren, und wir genügend Beinfreiheit besaßen, waren wir schon wieder versöhnt. Unspektakulär verlief der Flug, umso konzentrierter mussten wir im Zielflughafen agieren. Unsere Parkposition war nämlich am neuen Satellitenterminal von MUC, dieser war nicht nur für uns neu, das merkte man gleich, da die sonst bekannten mehrsprachigen Wegweiser nun zum Teil durch Symbole ersetzt sind. Auch neu, die führerlose Bahnfahrt zum Terminal 2, es ruckelt noch etwas, und der Weg ist ganz schön weit. Insgesamt die Strecke bis zur Kofferausgabe  zu bewältigen ist nicht ohne. Koffer unversehrt wieder bekommen und auf den zweistündigen Heimweg gemacht, hier lohnte sich wiederum  der Mehraufwand vom Parken im Parkhaus, da es draussen über 30° hatte, und das Auto nur leicht erwärmt war.

 

Fazit:


Nach zuletzt mehreren neuen Kreuzfahrtschiffen, ist diesmal wieder ein älteres an der Reihe gewesen. Hier passen schon die Abläufe, die Klimaanlage ist schon eingestellt, hier läuft der Laden.

Die Aufteilung im Centrum, in Showbühne und Bar/Cafés ist gut gelungen und kann man nur bewundern. Die Verteilung der Passagiere im Poolbereich, in Hauptpool und überdachtem Solarium, macht Sinn, und es waren immer genug Liegen frei. Bei den Ausflügen in St.Petersburg muss noch etwas nachgebessert  werden, inwieweit hier allerdings RCL eingreifen kann, sei dahin gestellt. Das Wetter belehrte uns eines besseren, das die Ostsee auch mal sehr stürmisch sein kann, dennoch in vielen Häfen aber sich sehr reizvoll präsentierte. Tallinn, Helsinki und Stockholm machen Lust auf mehr, leider war die Zeit dazu immer sehr knapp bemessen.